Beeindruckendes Engagement

Datum:  |  Autor: Dietmar Schöer

Im Juni waren Mitarbeiter und Freunde aus Albanien eingeladen, an einer internationalen Begegnung in der kleinen Stadt Krempe, Schleswig-Holstein teilzunehmen. Bei seinem Gegenbesuch machte sich Bürgermeister Volker Haack nun ein Bild von der Situation albanischer Kommunen. Pastor Dietmar Schöer, der in Krempe wohnt, hat ihn begleitet.

Volker HaackNachdem die Stadt Krempe über Pfingsten sechs Mitarbeiter der Diakonia Albania zu einem Workshop in unsere kleine Stadt eingeladen hatte, bestand nun für mich als Bürgermeister die Chance, die Arbeit der Diakonia vor Ort in den Mokrabergen kennen zu lernen. Ich war sehr tief beeindruckt über das Engagement und den Enthusiasmus, mit dem die jungen Mitarbeiter ans Werk gehen. Aber vor allem die Situation der in den abgelegenen Bergdörfern Albaniens lebenden Menschen hat mich sehr berührt.

Ich danke allen, die mir diese Reise und die Erfahrungen, die ich sammeln durfte, ermöglichten und hoffe, dass sich unsere Kommune im Norden Deutschlands verstärkt in die Arbeit der Diakonia einbringen wird. Erste Austauschprojekte sind für das Jahr 2017 schon angedacht.

Volker Haack, Bürgermeister der Stadt Krempe
www.krempe.de

Kennenlernreise durch die Bergdörfer

Auf einer Erkundungsfahrt vom 20.–22. Oktober sollte Bürgermeister Volker Haack möglichst viel von der Arbeit der CHW-Tochterorganisation Diakonia Albania kennenlernen. Dazu gehörte selbstverständlich ein Besuch im Internat in Bishnica, aber auch die Dorfschulen in Proptisht, Bishnica und Velçan öffneten gerne ihre Türen. Diese Schulen waren in vergangenen Jahren mit Unterstützung von CHW/DA renoviert worden. Wir erfuhren bei unserem Besuch, dass immer noch Restarbeiten ausstehen, die eigentlich von der Kommune übernommen werden sollten. Insbesondere die elektrischen Anlagen müssen dringend instand gesetzt werden. Außerdem können einige Klassenräume nicht geheizt werden, weil funktionierende Öfen fehlen – eine Zentralheizung wäre „ein Traum“.

Volker Haack, selbst Lehrer an einer Berufsschule, unterhielt sich sehr interessiert mit den Schülern und Lehrern und fragte auch nach deren Situation, Berufswünschen und Zukunftsperspektiven.

Mangel an allen Ecken

dsc00504_1200Auch bei einem Besuch bei Valter Gjona, Administrator der kommunalen Verwaltungseinheit Velçan, wurde deutlich, dass es überall an Dingen mangelt, die in Deutschland selbstverständlich sind: Von Computern und Druckern bis zu funktionstüchtigen Kommunalfahrzeugen – die Bedarfsliste ist lang. Durch die Gebietsreform hat sich die Situation für die Bergdörfer weiter verschlechtert; sie müssen nun jede Ausgabe im zentralen Rathaus von Pogradec beantragen, ihre Anträge bleiben jedoch meist unbeantwortet.

Im Rahmen eines neuen, zeitlich befristeten Projekts unterstützt die Diakonia Albania 15 besonders arme Familien in der Region. Bei zwei Hausbesuchen sahen wir sehr eindrücklich, wie diese extreme Armut praktisch aussieht. Volker Haack ließ sich jedoch nicht abschrecken, sondern versprach neben weiterer Unterstützung, dass dies nicht sein letzter Besuch in der Region gewesen sein wird.

Die Arbeit der DA

Nach dem Besuch in den Bergdörfern nahmen wir am 22.10. an der Jahreskonferenz der Diakonia Albania in Pogradec teil. Leitende Mitarbeiter der DA gaben in ihren Präsentationen einen Überblick über die vielfältigen Arbeitszweige. Am Rande konnten auch Gespräche mit Vertretern der Stadt Pogradec und Bürgermeister Eduart Kapri die zahlreichen Eindrücke ergänzen und abrunden.

Wenn Sie selbst mit Ihrer Kommune, Firma oder Gemeinde die Arbeit in Albanien unterstützen möchten, dürfen Sie uns gerne ansprechen. Wir schaffen Ihnen gerne eine Möglichkeit, bei einem Vor-Ort-Termin die Menschen kennenzulernen und Wege zu finden, wie Sie mit Ihren Möglichkeiten helfen können.

 

Fotos: Matthias Pommranz, Volker Haack, Dietmar Schöer

 

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