Albanien: Deutscher Helfer wird Ehrenbürger

Datum:  |  Autor: idea.de / CHW

Wismar (idea) – Der Vorsitzende des in Albanien tätigen Christlichen Hilfsvereins Wismar, Frieder Weinhold (Wismar), hat eine hohe albanische Auszeichnung erhalten. Die Kommune Porocan in Zentralalbanien verlieh ihm Ende Juni die Ehrenbürgerwürde.

Damit würdigte sie das Engagement des 56-jährigen Theologen „zur Verbesserung des geistlichen, wirtschaftlichen und sozialen Zustandes der Familien dieser Region“, heißt es in der Begründung.

Der Evangelisch-methodistische Pastor hat den Verein 1991 gegründet. Seit 1997 sind die Helfer in Porocan im unwegsamen Bergland tätig. Der Hilfsverein leistet humanitäre Hilfe, etwa durch Pakete mit Kleidung, Werkzeugen, Nahrungsmittel und Medikamenten, wie auch Aufbauhilfe vor Ort. Der jüngste Transport Anfang Juli nach Albanien hatte einen Wert von rund 40.000 Euro, sagte Weinhold gegenüber idea. Er hat vor kurzem seinen Dienst als Pastor aufgegeben und ist hauptberuflich in den Hilfsverein gewechselt. Er wisse sich dazu von Gott berufen, so Weinhold. Der frühere stalinistische Diktator Enver Hoxha (1908-1985) habe Albanien zum „ersten atheistischen Staat der Welt“ ausgerufen, doch die Menschen dort brauchten das Evangelium in Wort und Tat.

Eine ähnliche Auszeichnung hatte Weinhold 2006 von der Kommune Velcan im Osten des Landes erhalten. 2004 ist er zudem wegen seines Albanien-Engagements mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt worden. Weinhold gehört auch zum Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz.

70 Prozent der 3,1 Millionen Einwohner Albanien sind Muslime, 20 Prozent gehören zur Albanisch-Orthodoxen Kirche und 10 Prozent sind römisch-katholisch.

idea.de, Dienstag, 13.07.2010

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