Kategorie: Hintergrundberichte

Freunde in den Bergen – Teil 1

Datum:  |  Autor: CHW

Wer Albanien bereist, findet das Land vor allem von drei Epochen geprägt. 500 Jahre lang war die Region (trotz des Widerstands unter dem Volkshelden Skanderbeg) Teil des Osmanischen Reichs. Das hinterlies natürlich Spuren: Bauwerke, kulturelle Einflüsse, türkische Lehnwörter in der albanischen Sprache – und den Islam. Erst Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich eine albanische Nationalbewegung, „Rilindja“ (Wiedergeburt), die 1920 erstmals zu einem eigenen Staat führte.

UNESCO-Welterbe in Albaniens Süden entdecken

Datum:  |  Autor: CHW

Im Süden Albaniens liegen gleich zwei sehr sehenswerte UNESCO-Welterbestätten: Die antike Stadt Butrint und Gjirokastra mit seiner Altstadt im Baustil der »Balkanarchitektur«. Der Reisejournalist Andreas Kühn stellt die beiden Städte vor. Ausgangspunkt unserer Tour ist die Hafenstadt Saranda, einer der wichtigsten Badeorte des Landes.

Der Kindergarten „Hoffnung“ in Dushk (Albanien)

Datum:  |  Autor: Elke Kaci / CHW

Einen Kindergarten mit dem Namen „Hoffnung“ gibt es nicht so oft. Im Dorf Dushk nahe des albanischen Städtchens Lushnje gibt es das: Im ärmsten Land Europas, in einer Gegend mit hoher Arbeitslosigkeit ist er ein Ort der Hoffnung – nicht nur für die Kinder, sondern auch für ihre Eltern. Elke Kaci aus Heidenheim hat ihn 2002 gegründet und bis 2012 in Albanien geleitet.

Rennschwein Rudi Rüssel soll die Sprache retten

Datum:  |  Autor: CHW

Albanisch ist eine der ältesten Sprachen Europas. Doch die einst blühenden Dialekte hat Diktator Enver Hoxha jahrzehntelang in ein enges Korsett gepresst. Nun soll ein deutsches Kinderbuch helfen, sie aus dem Tief zu holen.

Juden in Albanien

Datum:  |  Autor: Frieder Weinhold

Albanien ist das einzige Land Europas, in dem nach dem Zweiten Weltkrieg mehr Juden lebten als vorher – und das trotz erst italienischer und dann deutscher Besatzung. Aufgrund der traditionellen Gastfreundschaft lieferten Albaner jüdische Flüchtlinge nicht an die Nazis aus, sondern versteckten sie und verhalfen ihnen zur Flucht ins sichere Ausland.

Albanien, Land der Bunker

Datum:  |  Autor: CHW

Wenn er wollte, konnte er sein ganzes Volk verschwinden lassen – unter Beton: 750.000 Bunker ließ Albaniens Diktator Enver Hodscha in den siebziger und achtziger Jahren aus Angst vor ausländischen Invasoren bauen. Der gefürchtete Feind kam nie. Dafür verschwanden die Bunkerbauer.

Kleine albanische Landeskunde

Datum:  |  Autor: Karl Ziegler / CHW

Die Landeskunde Albaniens weist Besonderheiten auf, die für die Gestaltung von Entwicklungshilfeprojekten zu bedenken sind.

Entwicklungshilfe aus unserer Sicht

Datum:  |  Autor: Karl Ziegler / CHW

Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von Entwicklungshilfe reichen seit kurzem wieder bis in die Spitze unserer Gesellschaft. Sie sind herausgetreten aus den Insiderzirkeln. Als ich aus Albanien zurückgekommen bin, haben viele meiner Bekannten mich darauf angesprochen, und es entstanden gute Gespräche daraus.

Flüchtingsschiff Vlora erreicht Italien

Datum:  |  Autor: CHW

Die NDR-Sendung „Zeitzeichen“ vom 08.08.2011 erinnert an die Ankunft des ersten Flüchtlingschiffes aus Albanien in Italien zehn Jahre zuvor, am 8. August 1991. Dieses Ereignis war der Beginn einer großen Flüchtlingswelle, ausgelöst durch den Zusammenbruch des albanischen Staates und die wirtschaftliche Not in dem verarmten Balkanland.

Auf dem Weg in die EU

Datum:  |  Autor: Ruth Weinhold / CHW

„Albaniens EU-Beitritt kommt mit Sicherheit, wenn sich das Land nur halbwegs so weiterentwickelt wie bisher“ sagt Hans-Jürgen Zahorka. „Ich rechne damit zwischen 2015 und 2020.“ Zahorka arbeitet für „LIBERTAS“, einen Think Tank, der sich besonders mit den Ländern Ost- und Südosteuropas auseinandersetzt und ihrem Verhältnis zur EU.

Die Infrastruktur verändert sich

Datum:  |  Autor: Hans Otto Weinhold / CHW

Albanien ist ein Land der Kontraste. Auf den ersten Blick scheint es schon ein modernes Land zu sein; der Aufschwung in der Metropole Tirana ist unübersehbar. In den Bergdörfern erleben aber wenig davon. Zur Zeit der politischen Wende gab es eine dürftige und herabgewirtschaftete Infrastruktur; seitdem hat sich die Situation in vielen Dörfern kaum verbessert, oft sogar verschlechtert. Und auch in den Städten kämpft der Fortschritt mit den alten Hindernissen.

Vortrag: Geschichte der Hanse

Datum:  |  Autor: CHW

Der Initiativkreis Hanse in Wismar hatte am 8. September 2008 zu einem Vortrag von Fregattenkapitän a. D. Dr. Günter Krause, Militärhistoriker und Mitautor des Buches „Seekriege der Hanse“ in die Räumlichkeiten der Evangelisch-methodistischen Kirche Wismar eingeladen. Im Mittelpunkt des einstündigen Vortrages von Dr. Krause standen die spezifischen Entwicklungsbedingungen der Hansestädte im Ostseeraum mit Beginn des 13. Jahrhunderts.

Schwerer Weg der Demokratie

Datum:  |  Autor: Ruth Weinhold / CHW

Anderthalb Jahrzehnte nach den ersten freien Wahlen fällt es den Menschen immer noch schwer, Regierenden zu trauen, die selbst erhebliche Probleme haben, die Fesseln der Vergangenheit abzulegen. Die Fortschritte, die Albanien in den letzten Jahren gemacht hat, sind aber dennoch enorm. Einen Blick auf die Entwicklung des Demokratieverständnisses im kleinsten Balkanland gibt Ruth Weinhold.

Neue Schulmodelle: Nehemiaschule und Amaro Tan

Datum:  |  Autor: CHW

Die öffentlichen Kassen des albanischen Staates sind leer, das merkt man besonders am maroden Schulsystem. Schmutzige Schulen ohne Heizung und Sanitäranlagen sind noch immer die Regel, Lehrmethoden und Material sind veraltet und die allgegenwärtige Korruption macht auch vor der Notengebung nicht Halt. Viele Lehrer sind nicht genügend qualifiziert und extrem demotiviert. Aus diesen Gründen hat Nehemia, die Partnerorganisation des CHW, eine Privatschule gegründet, die den Kindern eine gute Ausbildung und Förderung vom Kindergarten bis zum Abitur ermöglicht.

Schlechte Noten bei Pisa

Datum:  |  Autor: Dr. Michael Schmidt Neke / CHW

Auch 13 Jahre nach Ende des Kommunismus ist das Thema „Schulbildung“ ist eine große Herausforderung für Albanien, weil das Gefälle von Stadt und Dorf sehr groß ist. Der Regierung fehlt Kraft und Wille, die Menschen in ihrer gewachsenen Umgebung zu halten. So ziehen viele Menschen aus den Dörfern in die Städte, mit ihnen nicht nur schulpflichtige Kinder, sondern auch qualifizierte Lehrer.

Die Kommune Velçan in Zahlen und Fakten

Datum:  |  Autor: CHW

Die Wismarer Albanienhelfer engagieren sich seit 1992 in den Dörfern der Kommune Velçan, die im Mokragebirge im südöstlichen Albanien gelegen ist. Im August 2005 machte der Kommunalchef Ramazan Rapce zur Situation der Dörfer folgende Angaben.

Ein Staat im Wandel

Datum:  |  Autor: Ingmar Bartsch / CHW

Im ersten Jahrtausend vor Christus siedelten in Albanien Illyrer, die bald unter griechische und später unter römische Herrschaft fielen. Wichtig wurde die Region durch die Via Egnatia. Sie verband Rom mit Konstantinopel und führte mitten durch das Land der Skipetaren (Adlermenschen), wie die Albaner sich selbst nennen. Durch die ausgeprägte Berglandschaft waren die Bewohner Albaniens meist Hirten und Bauern, die vom Rest der Welt wenig sahen und wussten.

Bishnica – ein junger Ort mit vielen Problemen

Datum:  |  Autor: Ingmar Bartsch / CHW

Albanien hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Und auch über Bishnica, obwohl der Ort erst 60 Jahre alt ist, lässt sich vieles erzählen. Bis 1990 kommunistischer Musterort, verfiel die Substanz in Nachwendezeiten. Auch wenn es wenig historische Quellen über das Balkanland gibt, wollen wir Ihnen die Geschichte Albaniens in einem kurzen Überblick vorstellen.

Neue Straße im Norden

Datum:  |  Autor: albanien.ch / CHW

Zur Finanzierung des Baus einer Straße von Durrës nach Kukës wird die albanische Regierung zusätzliche Steuern erheben. Die direkte Route vom Meer nach Kosova führt durch Nordalbanien. Meistens nimmt man aber den Umweg über Mazedonien in Kauf, da die Straßen durch die nordalbanischen Berge schlecht und unsicher sind.

Flucht vor der Wirklichkeit

Datum:  |  Autor: Claudia Hanisch / CHW

Durch Binnenmigration und Auswanderung blutet die Bevölkerung Albaniens langsam aus. Während es dem Normalbürger im Kommunismus nicht erlaubt war, ohne Genehmigung den Wohnort zu wechseln, streben jetzt vor allem die Dorfbewohner Albaniens einem besseren Leben in den Städten zu. Das ist verständlich: Schulbildung und medizinische Versorgung sind meist mehr als mangelhaft in ländlichen Gegenden. Dazu kommt noch, dass gerade die abgelegeneren Regionen schwer zugänglich sind.