Albaniens Hoffnung auf einen Nobelpreis wird 80

Datum:  |  Autor: CHW

Der Schriftsteller Ismail Kadaré gilt seit längerem als Anwärter auf einen Literatur-Nobelpreis – jetzt feiert er seinen 80. Geburtstag.

Ismail KadareAuf die Welt kam Kadaré in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1936 im südalbanischen Gjirokastra. In seinen mehr als zwei Dutzend Büchern, darunter zahlreiche Romane, hat er immer wieder das Schicksal seiner Heimat beschrieben. Zu seinen bekanntesten Werken gehört „Der General der toten Armee“, der in Frankreich mit Marcello Mastroianni und Michel Piccoli verfilmt wurde. In dem Buch erzählt Kadaré die Geschichte eines italienischen Generals, der in den 1960er-Jahren die toten Soldaten überführen lassen will, die im ehemaligen Feindesland gefallen sind. Auf Deutsch sind unter anderem „Der Palast der Träume“ und „Der große Winter“ erschienen.

Freilich ist der Autor, der erst in Tirana, dann in Moskau Geschichte, Philologie und Literaturwissenschaft studierte, umstritten: Kritiker halten ihm seine große Nähe zum kommunistischen System unter dem Diktator Enver Hoxha vor. Erst 1990 brach Kadaré mit dem Regime und fand in Frankreich politisches Asyl. Heute lebt er in Tirana und Paris.

 

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