Bunker sollen für Pilzzucht vermietet werden

Datum:  |  Autor: CHW

Das albanische Militär will eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen: Ein Teil der unter der kommunistischen Herrschaft entstandenen Bunker- und Tunnelanlagen soll an Pilzzüchter vermietet werden. Nach Angaben des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung in Tirana würden zunächst fünf Tunnel mit einer Gesamtfläche von fast 1500 Quadratmetern nördlich der Hauptstadt ausgeschrieben. Der Anfangspreis für die Miete für einen Zeitraum über 20 Jahre soll bei 350 Euro monatlich liegen. Weitere Objekte sollen folgen. Einige Tunnel könnten künftig vielleicht auch touristisch genutzt werden.

Aus Angst vor eine Invasion hatte einst der albanische Staatschef Enver Hoxha (1908 – 1985) in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts mehrere hunderttausend Bunker und tausende Kilometer Tunnel für die Landesverteidigung bauen lassen. Für das Großprojekt wurden jährlich bis zu zwei Prozent des Nettonationaleinkommens verwendet, was die ohnehin schwach entwickelte Wirtschaft übermäßig strapazierte und andere Investitionen verhinderte. Inzwischen ist Alba­nien Mitglied der Nato.

 

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