Diakonia-Konferenz 2018

Datum:  |  Autor: Frieder Weinhold

Beginn der Session am Freitag Morgen

Nach einer Pause im letzten Jahr luden Diakonia Albania (DA) und CHW am 04./05. Oktober wieder zu einer Jahreskonferenz ein. Als Veranstaltungsort wählten wir diesmal Librazhd, gut zu erreichen sowohl von Pogradec aus als auch für weiter angereiste Teilnehmer. Damit wollten wir auch die Beziehung zur Stadt Librazhd stärken, wo wir seit diesem Jahr mit einem eigenen Büro vertreten sind.

Die Jahreskonferenz unserer Stiftung Diakonia Albania ist zunächst einmal eine erweiterte Aufsichtsratssitzung. Wir kombinieren diesen Anlass nach Möglichkeit mit einem Seminar, für das wir Förderung erhalten. Das senkt nicht nur unsere Kosten; vor allem schaffen wir auf diese Weise einen würdigen Rahmen für unsere Mitarbeiter und Gäste. Denn wir laden gerne Mitarbeiter der Stadtverwaltungen und anderer Partner ein – die Reaktionen zeigen, dass durch die gemeinsame Zeit ihre Identifikation mit der Arbeit der DA wächst. So verbindet die DA-Konferenz Sacharbeit und Stärkung der Partnerschaften.

Thema „Zusammenarbeit“

Dieses Jahr stand das Thema „Zusammenarbeit“ im Mittelpunkt: Als Hilfsorganisation benötigen wir Partnerschaften auf unterschiedlichen Ebenen, um unsere soziale Arbeit zielgerecht und effektiv zu gestalten. Das Auftaktreferat am Donnerstag Abend stand unter dem Titel „Soziale Verantwortung innerhalb der Kommune“. Der Referent, Herr Agron Haxhimali, ist Leiter des Albanischen Städtetages.

Uwe Heimowski, Politikbeauftragter der Deutschen Evangelischen Allianz, berichtete am Freitag Vormittag über „Soziale Verantwortung in Krisengebieten – Eindrücke einer politischen Irak-Reise“. Dabei bot er nicht nur einen Blick über den (albanischen) Tellerrand, sondern auch allgemein gültige Rückschlüsse, wie Organisationen durch Partnerschaften ihre Ziele besser ereichen können. Danach folgte ein intensives Gespräch über „Subsidarität“, ein Begriff aus der katholischen Soziallehre. Subsidiarität bedeutet, Aufgaben an die jeweils kleinste sinnvolle Einheit zu deligieren – das beugt auswucherndem Zentralismus vor. Die Anwendung dieses Prinzips erfordert jedoch ein hohes Maß an Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Frieder Weinhold und Uwe Heimowski berichteten in diesem Zusammenhang aus ihren Erfahrungen in ostdeutschen Kommunen.

Zum Abschluss sprachen wir über den aktuellen Stand unserer Arbeit und konkrete Projekte mit verschiedenen Kommunen, z.B. in Pogradec und Librazd.

Besuch in Bishnica

Am Freitag Nachmittag fuhren wir mit vielen Teilnehmern zum Internat nach Bishnica, wo wir mit unseren Mitarbeitern und Vorstandsmitgliedern, Interessenten unserer Arbeit und einer deuschen Touristengruppe einen gemeinsamen Abend verbrachten. Höhepunkt war am Samstag morgen ein Gottesdienst mit reger Beteiligung.

Fotos: Matthias Pommranz, Uwe Heimowski, Frieder Weinhold, Stefan Kost, Saimir Rakipllari

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