Die Hilfe für Erdbebenopfer ist angelaufen

Datum:  |  Autor: CHW

Nach dem Erdbeben vom 26.11. war den Albanern am gestrigen Nationalfeiertag nicht nach Feiern zumute. Stattdessen gibt es eine Welle der Hilfsbereitschaft im In- und Ausland – aber die Hilfe muss organisiert werden. Auch die Mitarbeiter der Diakonia Albania sind im Einsatz.

Zwei Tage nach dem Erdbeben

In den beiden Tagen nach dem Erdbeben wurde Albanien immer wieder von Nachbeben erschüttert. Die Zahl der Toten liegt mittlerweile bei 46, etwa 50 Verschüttete wurden lebend aus den Trümmern gerettet. Tausende Menschen trauen sich nicht in ihre zerstörten oder beschädigten Häuser; sie übernachten trotz Regen im Freien oder im Auto, oder fliehen aus der Region. Auch in Pogradec, im Osten Albaniens, fanden Flüchtlinge vorübergehende Unterkunft.

Hilfsgüterverteilung in Shijak, Gjepal und LaçDie Mitarbeiter der Diakonia Albania (DA) beteiligen sich an beiden Tagen engagiert an den Hilfsaktionen. Saimir Rakipllari und Agron Elezi (der gestern Geburtstag hatte) fuhren mit dem Gelände-LKW Hilfsgüter von Pogradec in die Erdbebenregion. Sie brachten Spenden, die von der Stadt Pogradec gesammelt wurden, sowie Hilfsgüter aus dem Lager der Diakonia. Aurora Zeqo war mit einem Team aus ihrer Kirchengemeinde in Tirana unterwegs und verteilte Spenden an Familien, die Hilfe benötigen. Sie schildert ihre Eindrücke: „Es kommt Hilfe, aber es macht alles einen sehr unkoordinierten Eindruck. Der Premierminister sagt, die Lager seien voll von Hilfsgütern und Lebensmitteln. Wir haben aber selbst gesehen, wie viele Familien keinerlei Hilfe erhalten haben. Wir waren in Dörfern, wo vor uns noch niemand kam um zu helfen.“ Vor allem Zelte für die obdachlosen Familien werden benötigt.

Fotos: Stadt Pogradec, Saimir Rakipllari, Aurora Zeqo

Die Hilfsaktion von CHW und Diakonia Albania

Neben der schnellen Ersthilfe laufen die Vorbereitungen für größere Hilfsmaßnahmen. Unser Partner DHHN wird in zwei Wochen einen Hilfsgütertransport nach Albanien fahren. Der CHW bereitet einen weiteren Hilfstransport mit Familienpaketen, Decken, Schlafsäcken und Kinderbetten vor; diese Hilfe wollen wir durch vor Ort gekaufte Lebensmittel ergänzen. Bis dahin sehen wir, wo der Bedarf am größten ist: Nicht nur im Zentrum des Erdbebens gibt es Schäden und Opfer, auch in vielen abgelegenen Dörfern, aus denen bisher keine Meldungen kamen.

Wir verweisen nochmals auf unsere Facebook-Spendenaktion und unser Spendenkonto bei der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest, IBAN: DE51140510001200014100, BIC: NOLADE21WIS (Verwendungszweck: Erdbebenopfer). Ihre Spenden werden für den Kauf von Decken und Lebensmitteln benötigt sowie für den Transport nach Albanien. Unsere albanischen Mitarbeiter sind täglich mit zwei Geländefahrzeugen unterwegs; daneben sind ehrenamtliche Helfer im Einsatz, für deren Verpflegung wir aufkommen.

Die Aktion ist gut angelaufen. Bitte unterstützen Sie uns bei der weiteren Arbeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

.