Elke Kaci – ein Leben für albanische Kinder

Datum:  |  Autor: Frieder Weinhold

Elke Kaci (geborene Benz) stammt aus Heidenheim in Baden Württemberg. Mit 13 Jahren entschied sie sich, den Glauben an Jesus Christus ganz bewusst zu leben. Für Elke bedeutete das, vor allem Kindern und Jugendlichen zu dienen.

In einer Missionskonferenz, die sie 1989 besuchte, verspürte sie den Ruf zu einem vollzeitlichen Dienst. Aber wo – das war damals noch nicht klar. So nutzte die agile junge Frau die Zeit und sammelte Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Heimatgemeinde. 1989 begann sie eine Ausbildung zur Erzieherin, die sie 1993 erfolgreich beendete. Ihre Gemeinde hatte zu dieser Zeit Kontakt zu Kindern von Asylbewerbern. Diese Arbeit weitete sich aus, und so eröffnete sie einen Kindergarten im Asylbewerberheim von Heidenheim. Diesen Kindergarten leitete Elke vier Jahre lang.

Familie Kaci: Ilir, Lucas, Deborah und Elke leben im Haus der Familie Kaci in Lushnje. Von dort aus leitet Elke den Kindergarten im Dorf Dushk i madh.

Die meisten der zu betreuenden Familien waren Familien aus dem Kosovo. Elke bemerkt: „Immer wieder hörte ich in dieser Zeit, wie schön ihr Albanien sei. Als ich dann die Gelegenheit hatte, nach Albanien zu gehen, tat ich das. Das war Ostern 1995. Diese Zeit in Albanien hatte mir klar gemacht, dass dies der Ort war, wo Gott mich haben wollte. Im September 1997 konnte ich nach Lushnje, Albanien, ausreisen, um beim Aufbau eines Kindergartens zu helfen. Zum Kindergartenaufbau kam von Anfang an auch die aktive Mitarbeit in der Gemeinde.“

2001 heiratete Elke Benz den albanischen Lehrer Ilir Kaci und in diesem Jahr eröffnete sie den Kindergarten „Hoffnung“ in Dushk. 2002 kam ihr Sohn Lukas zur Welt, der von Anfang an den Kindergarten ebenfalls besuchen konnte. 2004 wurde ihre Tochter Debora geboren. In diesem Jahr fand Elke Kaci im „Christlichen Hilfsverein Wismar e. V.“ (CHW) einen neuen Träger für ihre Aktivität. Für den CHW ist die Zusammenarbeit mit Elke Kaci ein großer Gewinn: Ihr Fachwissen im pädagogischen Bereich, ihre profunde Kenntnis der albanischen Sprache und Kultur sind eine große Bereicherung für das Team der Mitarbeitenden im CHW. Seit 2005 ist sie zudem noch Pastorin in der „Kirche des Nazareners“. Nach beendeter Ausbildung (im College der Kirche des Nazareners, Zweig Albanien), wurde sie im Oktober 2011 zur Pastorin ordiniert.

„Kopshti Shpresa“ steht über der Türe – „Kindergarten Hoffnung“

Fröhliches Treiben im Kindergarten „Hoffnung“

Die letzten Jahre waren sehr aufregend und spannend für Elke – immer wieder gab es neue Herausforderungen zu bewältigen. Dazu sagt sie: „Ich durfte vieles dazulernen und ausprobieren. Gottes führende Hand war immer über uns.“

 

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