Freunde in den Bergen – Teil 2

Datum:  |  Autor: CHW

Wirtschaft und Infrastruktur

„Wirtschaft“ bedeutet in Albanien noch immer vor allem „Landwirtschaft“. 55% der berufstätigen Bevölkerung leben als Selbstversorger, meistens auf sehr niedrigem Niveau. Das Klima ist grundsätzlich für alle Arten von Landwirtschaft und Viehzucht geeignet. Durch den großen Anteil der Bergregionen ist allerdings nur ca. ein Viertel der Fläche landwirtschaftlich nutzbar.

Nach dem politischen Zusammenbruch 1991 musste auch die Wirtschaft von Grund auf erneuert werden. Staatliche Betriebe wurden privatisiert, mit Hilfe ausländischer Investoren neue Betriebe gegründet, eine Tourismusbranche entstand. Dennoch ist Albanien immer noch das zweitärmste Land Europas (vor Moldawien). Insbesondere haben die ländlichen Gebiete von der Entwicklung kaum profitiert, so dass viele Familien die Dörfer verlassen und in die Städte ziehen. Die Arbeits­losigkeit liegt offiziell bei 13,8%, ist in Wirklichkeit aber viel höher. So gelten zum Beispiel die Angehörigen von Kleinbauernfamilien nicht als arbeitslos, auch wenn ein halbes Dutzend erwachsene Familienangehörige zusammen kaum zwei bis drei Hektar Land bebauen.

Albanien verfügt über zahlreiche Rohstoffe: vor allem Chrom, aber auch Nickel, Kupfer, Kohle, Gips, Kalkstein, Torf, Basalt, Sandstein und Lehm. Aus verschiedenen Gründen werden viele Rohstoffe kaum gefördert. Auch die Gas- und Erdölvorkommen sind kaum erschlossen.

Die (bis auf ein paar neue Fernstraßen) sehr schlechte Straßenqualität ist eines der großen Hindernisse für die wirtschaftliche Entwicklung und den Tourismus. In ländlichen Gebieten sind viele Dörfer und Einzelhöfe nur schlecht oder überhaupt nicht mit Fahrzeugen zu erreichen.

 

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