Herausforderung Ausbildung

Datum:  |  Autor: CHW

Das Internat in Bishnica existiert schon seit 10 Jahren. Wenn man zurückschaut, kann man die Erfolge des Projektes sehen: Einerseits wurden viele Kinder vom Problem des Analphabetismus befreit, anderseits wurden vielen anderen Kindern Wege für eine bessere und sichere Zukunft geöffnet. Man trifft heute ehemalige Schüler des Internats, die schon eine Ausbildung absolviert oder eine Universität besucht haben.

In unserem Internat können Schüler untergebracht werden, die aus den Dörfern um Bishnica kommen, in denen es keine Schule mehr gibt. Viele Menschen ziehen aus den Dörfern in die Städte, mit ihnen natürlich die Kinder, aber auch qualifizierte Lehrer. Die kleinen Schulen in entfernten Dörfern werden nach und nach geschlossen. Die verbliebenen Kinder müssen daher entsprechend lange Schulwege auf sich nehmen. Als Mitarbeiterin des CHW hatte ich die Gelegenheit, zusammen mit meinen Kolleginnen Gladiola Pazaj und Suada Mukja für sechs Monate (September 2008 bis Februar 2009) mit diesen Kindern zu arbeiten und dadurch auch die Bedeutung des Internats in Bishnica schätzen gelernt.

Das Internat wird dringend gebraucht

Es war dieses Jahr nicht leicht, das Internat rechtzeitig am Schulanfang wieder zu eröffnen. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel mussten wir einen Monat später als geplant anfangen. Fast jeden Tag kamen Kinder und Eltern mit Tränen in den Augen zum CHW-Zentrum in Bishnica mit der Bitte, das Internat wieder zu eröffnen. In der für uns alle fast aussichtslosen Situation bekamen wir dann aber die gute Nachricht, dass das Geld für die Wiedereröffnung da ist. Daher sind wir allen Spendern zu großem Dank verpflichtet, dass sie auch dieses Jahr den Betrieb des Internats ermöglicht haben.

Die Kinder des Internats im Mai 2009. Gerade haben sie von den Mitarbeitern des CHW kleine Geschenke erhalten, sonst werden hier die Schularbeiten erledigt.

Das Internat umfasst neben der Vollpension auch die Betreuung der Kinder bei Hausaufgaben und in ihrer Freizeit. Acht Kinder (vier Mädchen und vier Jungs) in der dritten bis neunten Klasse konnten dieses Jahr die Schule in Bishnica besuchen. Die Kinder kommen aus schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen. Sie werden von den zwei liebevollen und fleißigen Betreuerinnen Doriana Qyrku und Olta Dervishaj betreut, die bereit sind, auch für das Schuljahr 2009/2010 weiter zu arbeiten, wenn dieses wichtige Projekt weiter laufen wird. Das wünsche ich von ganzen Herzen.

Bildung ermöglicht Zukunft

Ausgegangen vom schwachen Bildungsniveau einiger Schüler entschieden wir die wichtigsten Zielsetzungen für das Schulsemester, nämlich Schreiben, Lesen und Rechnen. Um diese Ziele zu erreichen, benötigten manche der Kinder extra Nachhilfestunden. Neben der Ausbildung bietet das Internat den Kindern natürlich soziale Kontakte, was in ihren Dörfern oft schwer möglich ist, weil dort die Zahl der Kinder gering ist.

Bildung ist die Voraussetzung für eine bessere Zukunft des Landes, ist der Weg für eine kultivierte und verantwortungsbewusste Gesellschaft. Wer in Bildung investiert, trägt unmittelbar für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung des Landes bei. Daher empfinde ich das Internat als dringend notwendig und eines der wichtigsten Projekte des CHW. Es muss unbedingt fortgesetzt werden. Ein weiteres gut arbeitendes Projekt des CHW ist der Kindergarten „Hoffnung“ in dem Dorf Dushk unter der Leitung von Elke Kaci, die aus Heidenheim stammt.

 

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