Infomail Februar 2013

Datum:  |  Autor: Frieder Weinhold

Liebe Freunde, es wird wieder einmal Zeit, euch auf den aktuellen Informationsstand zu bringen. Daher schreibe euch diese Infomail aus dem erst sonnig-kalten und zuletzt wieder heftig verschneiten Bishnica. Die Weihnachtsaktion im Dezember ist sehr erfolgreich verlaufen. Ja, das ganze Jahr 2012 war ein Höhepunkt unserer Arbeit, nachdem wir 2011 auf 20 Jahre Albanienhilfe Wismar zurückschauen durften.

Ich möchte an dieser Stelle allen herzlich danken, die durch ehrenamtliches Engagement oder/und finanzielle Gaben die Arbeit des Christlichen Hilfsvereins Wismar überhaupt erst ermöglicht haben. Wir sind und bleiben eine Organisation, die sich durch das persönliche Engagement der Mitwirkenden auszeichnet. Das gilt ebenso auf der albanischen Seite wie auf der deutschen und österreichischen. Was wäre z. B. unsere Weihnachtsaktion ohne die vielen fleißigen Hände im Vereinshaus in Wismar, aber auch ohne die Freunde, die mit ihren Geländefahrzeugen anreisen, um die Verteilung vor Ort in Albanien durchzuführen!

Die Höhepunkte im Jahr 2012

  • Die Gründung unserer neuen Tochterorganisation Fondacioni DIAKONIA ALBANIA CHW
  • Im März eine dringend notwendige Winterhilfsaktion für Familien in den von der Außenwelt abgeschnittenen Bergdörfern
  • Unterstützung für eine Zahnarztpraxis in Tirana
  • Fahrzeugspende für die Projektarbeit in Albanien: ein VW Syncro T3
  • Einsatz eines Hauskreises aus Strümpfelbach, der für die Kinder in Bishnica einen Sportpatz anlegte und ein Kinderprogramm mit ihnen gestaltete
  • Eine internationale Jugendbegegnung in Bishnica mit Jugendlichen aus Mecklenburg-Vorpommern, die Restarbeiten an der Schule und am Sportplatz erledigten
  • Im August ein Hilfstransport mit Familienpaketen für Porocan, begleitet von einem NDR-Fernsehteam (der sehenswerte Film „Durchs wilde Albanien“ kann online abgerufen werden)
  • Daran anschließend ein erfolgreicher Einsatz im Bergdorf Holtas mit einem albanisch-deutschen Mitarbeiterteam
  • Zwei Mitarbeiterseminare in Bishnica
  • Im Oktober ein kommunalpolitisches Seminar mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Pogradec, zu dem Kommunalpolitiker aus allen Dörfern gekommen waren, mit denen wir zusammenarbeiten
  • Eine sehr gut besuchte Informationsveranstaltung in Wismar, die wir gemeinsam mit der Ostseezeitung gestalteten
  • Unser neues Vereinsfahrzeug für die Arbeit in Wismar, das durch Werbung finanziert wird
  • Eine dreimonatige werbewirksame Schaufenstergestaltung in Krempe, Schleswig-Holstein, die auf die Arbeit des CHW und die Weihnachtspäckchenaktion aufmerksam macht
  • Großartige Unterstützung eines großen Einkaufszentrums vor den Toren Wismars: Wir waren dort mit Infoständen und einer Weihnachtspäckchen-Sammelstelle präsent und bekamen Räume für unsere Dankeschön-Veranstaltung für die ehrenamtlichen Helfer aus Wismar und Umgebung
  • Und dann natürlich die Weihnachtsaktion 2012 mit einer Rekordbeteiligung

Aber nicht nur diese Höhepunkte kennzeichnen die Arbeit, sondern auch und vor allem die laufende Projektarbeit in den Dörfern der Kommune Velcan. Hier leisten unsere Mitarbeiter großartiges, um Menschen zu dienen, die in Not sind, bzw. um den Kindern sehr armer Familien aus den Dörfern Jolle, Shpelle und Zgalle Schulbildung zu ermöglichen, indem wir sie in unserem Internat aufnehmen.

Auch was die Spenden angeht war 2012 der Höhepunkt unserer Vereinsgeschichte! Da wir aber noch Altlasten mit uns schleppen und auch neue Kosten auf uns zukamen (mehr Projektarbeit bedeutet höhere Kosten), sind wir immer noch sehr eng mit den Finanzen, die wir eigentlich dringend für die laufende Projektarbeit brauchen.

Personelle Veränderungen

Auch personelle Veränderungen sind zu vermelden. Steffen Thomas hat seine Arbeit beim CHW beendet. Wir sind sehr froh über die Hilfe, die er bisher geleistet hat, und sagen ihm an dieser Stelle herzlichen Dank. Für Frau Pohley und für mich bedeutet das aber nun, dass zunächst einmal eine erhebliche Mehrbelastung auf uns zugekommen ist. Es gibt zwar vielfältige Bereitschaft, die Lücke auszufüllen, aber das erfordert im Vorfeld weitere Organisationsarbeit.

In Albanien haben wir uns von einer Mitarbeiterin  im Internat getrennt. Derzeit läuft ein Bewerbungsverfahren; ich habe mit fünf Bewerberinnen gesprochen und bin sehr zuversichtlich, dass wir für das Internat zu einer sehr, sehr guten Lösung kommen werden.

Eine der Bewerberinnen ist ausgebildete Krankenschwester. Sie hat im vergangenen Jahr in Elbasan ihr Diplom gemacht und lebt nun wieder bei ihrer Familie in Bishnica. Ich würde sehr gern die zweite Stelle im Pflegedienst wieder besetzen, denn dort brauchen wir eine Frau ganz dringend. Unser bewährter Pfleger Bashkim kann sich sehr gut um Männer kümmern, bei Frauen kann er aber nur begrenzt helfen. Darum gehört wieder, wie früher, eine Frau ins Team! Auch das ist eine Frage der Finanzen – wir brauchen dafür neue regelmäßige Spendenzusagen. Bitte denken Sie darüber nach oder geben Sie dieses Anliegen an eventuelle Interessenten weiter. Ich bin sehr dankbar, dass eine junge qualifizierte Frau sich bewirbt; hoffentlich finden wir die finanziellen Möglichkeiten dazu!

Euer Frieder Weinhold

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