Nach dem Hochwasser trotzdem ein Transport

Datum:  |  Autor: Ingmar Bartsch / CHW

Gegenseitige Hilfe und Anteilnahme an fremden Schicksalen lässt Menschen näher zusammenrücken. Dies ist eine Erfahrung, die viele Betroffene und Helfer in den Hochwassergebieten in diesem Sommer verstärkt gemacht haben. Auch die Albanienhilfe Wismar hat sich für die Opfer der Flutkatastrophe eingesetzt und zahlreiche Spenden gesammelt. Ebenso muss die Arbeit auf dem Balkan, hauptsächlich in Albanien und Mazedonien, weitergehen.

So fand am Sonnabend, dem 7. September 2002, in Frankenberg ein Infotreffen für alle sächsischen Mitarbeiter statt. Auf dem Programm stand zum einen eine kurze Information über die aktuellen und zukünftigen Projekte, zum anderen sollte die Struktur der Außenstelle Sachsen überdacht werden. Unter der Leitung des ersten Vorsitzenden des Vereins, Frieder Weinhold, hatten die alten und neuen Mitarbeiter die Möglichkeit, sich nach ihren Fähigkeiten und Begabungen in Bereichen wie Gebetsdienst, Öffentlichkeitsarbeit und der Organisation von Hilfstransporten zu engagieren. Für einige Aufgaben werden nach wie vor Leute gesucht, so zum Beispiel für die Zuarbeit zur Buchhaltung und für den Geburtstagsdienst.

Abfahrbereit demonstrieren die drei Sachsen ihre Hilfsbereitschaft für Albanien in dem erst kürzlich überschwemmten Frankenberg

Neben den organisatorischen Dingen wurde auch bei diesem Treffen an die praktische Hilfsarbeit gedacht: Die Teilnehmer des Infotreffens verabschiedeten einen Hilfstransport in Richtung Pogradec in Albanien. Neben einer Kühlzelle für ein Sozialprojekt hatten die freiwilligen Helfer Markus Sieber aus Dittersdorf, Markus Winter aus Bernsdorf und Volker Berndt aus Chemnitz auch 80 Schulranzen dabei, die sie an Kinder in der Kommune Velcan in den albanischen Bergdörfern verteilen. Außerdem haben sie auch Stoffe, Geschirr und Nähmaschinen geladen, die für ein spezielles Hilfsprojekt für Frauen gespendet wurden. Fahrtroute ist wie immer Österreich – Italien – Griechenland – Albanien, eine Strecke, die sich in den letzten elf Jahren gut bewährt hat.

Ende September 2002 rollt ein LKW mit Schulmöbeln nach Albanien und wird diesmal den Landweg über Ungarn und Serbien nehmen.

Ingmar Bartsch

 

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