Reise nach Albanien

Datum:  |  Autor: Eva-Maria Mönning / CHW

Von 21. Mai bis 1. Juni boten wir Interessierten die Gelegenheit, bei einer Erlebnisreise Albanien und die Nachbarländer kennenzulernen und sich vor Ort ein Bild von der Arbeit des CHW zu machen. Wer Albanien zum ersten Mal besucht, wird von Land und Leuten meistens sehr berührt. So ging es auch Schwester Eva-Maria Mönnig, die ihre Eindrücke hier mit uns teilt.

Unterwegs durch Südost-Europa

In den frühen Morgenstunden begann die Fahrt von Wismar, über Berlin (wo ich zustieg) in das ferne und mir unbekannte Albanien. Mit guten Tempo sausten wir über die Autobahn, vorbei an unendlich tollen Teilen dieser Welt, in dem uns recht unbekannten Osteuropa. Die erste Übernachtung war in Zagreb – eine Stadt, die wir in der Abenddunkelheit bewundern konnten. Mit riesigen Schritten ging es dann an die Mittelmeerküste mit ihren beeindruckenden Schönheiten besonderer Art. Ganz besonders freuten wir uns über die Ankunft in der sagenhaft schön gelegenen Stadt Dubrovnik. Es war einfach überwältigend, diese alte Stadt von oben zu besehen und dann den Abend in ihr zu verbringen. Welch kunstvolle Anblicke der vielen verschiedenen Bauwerke zeigten sich uns! Wir konnten nur staunen…

Der Abschied von Dubrovnik war nicht leicht, aber auf der Weiterfahrt taten sich noch so viele Bilder auf, dass wir die Fahrt zutiefst genossen haben. Frieder Weinhold konnte uns – trotz strömendem Regen – die Stadt Kotor lieb machen, danach die ehemalige Klosterinsel Sveti Stefan, um noch einen weiteren Namen zu erwähnen. Es war ein Abenteuer über die verschiedenen Länder mit zahllosen Schönheiten am Wegesrand.

Aber wir hatten ja ein Ziel: ALBANIEN.

Erste Eindrücke in Albanien

Die Grenzkontrollen wurden super überwunden. Gleich nach der Ankunft auf albanischem Boden begegnete uns die Armut der Menschen: Unser Auto wurde von bettelnden Kindern und Erwachsenen umzingelt. Das war sehr bedrückend. Doch das Ziel im Auge ist entscheidend – unser Hilfswerk in Bishnica.

Auf dem Weg in dieses Bergdorf erlebten wir Albanien in den Städten, in Durres am schönen Mittelmeer (bei heißer Sonne und finsterem Gewitterhimmel), dann in der Hauptstadt Tirana albanische Geschichte (im Nationalmuseum). Beim Spaziergang durch diese interessante Stadt, die von großen Kontrasten geprägt ist, sahen wir super Bauten, unordentliche Straßen, arme Menschen und eine ganz neue Kirche, wo wir durch die Größe der Kirchhalle und der Schönheit des Geländes total begeistert weiterzogen.

unterwegs: die höchste Eisenbahnbrücke AlbaniensEine besondere Station wurde die Stadt Elbasan, wo wir die Sitten und Gebräuche der Menschen in einem Museum studieren konnten, einem wunderbaren Wohnhaus mit allen Schönheiten und allem Glanz der vergangenen Jahrhunderte. Auch hier bewegte uns, wie kontrastreich alles ist: Armut und Reichtum der Menschen im Alltag…

Mit voller Wucht tat sich auf der Fahrt nach Pogradec die Landschaft am Ohridsee vor unseren Augen auf. Welche Vielfalt, welche Schönheit in Berg und Tal! Dieser riesige See beeindruckte einfach nur. Hier sind Gottes Spuren zu erleben… In Pogradec lernten wir die Geschwister kennen, die in Albanien verantwortlich in unserem Hilfswerk arbeiten. Schöne Stunden des Austauschs erquickten uns und JESUS verband unsere Herzen in herzlichster Liebe.

unterwegs: Frauen mit ViehGroße Freude wurde für uns der Gottesdienst in Pogradec, der in einem Puppentheater gefeiert wurde. Es freute mich besonders, dass ich einen Gruß an die Gemeinde weitergeben konnte, der in die Landessprache übersetzt wurde. JESU große Liebe stand im Mittelpunkt und damit eine ganz große Freude! ER übersetzt mit SEINEM Geist, was uns in SEINEM Wort als Lebenshilfe und Lebenskraft gegeben ist – JESU Sieg, JESU Macht und JESU Hilfe im Alltag!

Wir haben hier keine bleibende Stadt, so wissen wir es durch die Jahreslosung. Heimat ist bei JESUS, fern von hier, außerhalb von Raum und Zeit, im himmlischen Jerusalem. Aber unser HERR möchte uns in dieser vorrübergehenden gefallenen Welt zurücklieben in die ewige Heimat. Dazu benötigt ER  SEINE LEUTE und ER befähigt sie, gerade auch in Albanien, wo diese Botschaft von JESU Rettung bitter nötig ist. Wie wichtig ist dabei jede Art von Lebenshilfe, die unser Hilfswerk aus Wismar den Menschen bringt.

Fahrt in die Berge

Die renovierte Schule von BishnicaHöhepunkt der Reise war die Fahrt von Pogradec am Ohridsee hinauf in die Bergwelt, wo viele Menschen verstreut wohnen und auf kärgliche Weise ihr Leben bewältigen. Bei einem Besuch beim Bürgermeister in Proptisht konnten wir uns ein Bild machen, wie sehr die Hilfe angenommen und geschätzt wird. Vollste Unterstützung in jeder Situation war zu erkennen. Die schöne Gemeinschaft bei frisch geernteten Kirschen hat uns sehr beeindruckt.

Über Stock und Stein ging es weiter über schwierige Strecken, die oft kaum als Straße erkennbar waren, in das auf dem Berg gelegene Dorf Bishnica. Es war bewegend, wie viel hier schon durch die Albanienhilfe geschehen ist und wie viel wichtige Lebenshilfe noch nötig ist. Mitten unter baufälligen Häusern, einfachem Lebensraum mit verschüchterten Menschen, sahen wir die Werke, die schon geschaffen sind:

  • Eine wunderbare Schule, die super funktioniert
  • Eine Heimat für die Kinder, die total verstreut aus den hohen Bergen im Internat Heimat finden, Bildung und Lebenshilfe praktischer Art sowie das Evangelium von JESUS
  • Helfende Menschen, die sich praktisch um alle Belange kümmern, die das Leben ausmachen

Wir bekamen Einblicke, die mich zutiefst beeindruckt haben. Welche Gemeinschaft in JESUS erlebbar war – Liebe kam uns entgegen und unendlich viel Dankbarkeit!

Albanien braucht uns!

Albanien braucht mich und jeden Einzelnen! Albanien braucht JESUS! ER sendet uns zu diesen Menschen. Für mich ist die Albanienhilfe und die offene politische Tür in Albanien ein großer Auftrag JESU! ER segne alle Mitarbeiter in der Welt, ER segne dieses Werk ganz reich!

Tief beeindruckt klang die wunderbare Reise in Mazedonien aus und ich danke meinem Gott, hier dabei gewesen zu sein!

Eva-Maria Mönnig, Diakonisse

 

Bildergalerie: Reisebilder von Eva-Maria Mönning

Kommentare
  1. Lindita Cikoja

     |  Antworten

    Ich bin ein Mädchen aus der Stadt Elbasan.Ich habe Albanische Sprachwissenschaft studiert, aber Ich mag den Menschen zu helfen.Ich mag Leute mit Herz helfen.
    Als ich die Bilder auf Facebook gesehen habe, war ich überglücklich dass so viele Menschen helfen die Familie ,dass das Leiden für Brot,Kleidern,Spielzeug für Kinder usw…
    Es wäre gut, wenn die Familie würden andere in Elbasan , Tirane ganz Albanien…unterstützt
    Liebe Grüße und die besten für Sie
    LIndita Cikoja

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