Rundbrief Dezember 2014

Datum:  |  Autor: Frieder Weinhold

Bishnica im WinterLiebe Freunde,

als Erstes wünschen wir Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr. Wir sind sehr dankbar für alle Unterstützung während des vergangen Jahres. Dadurch haben Sie unsere Hilfe für die besonders benachteiligten Menschen in den albanischen Bergdörfern weiter ermöglicht.

Dringende Hilfe benötigt

Eigentlich hatten wir ja vor, das Jahr wieder mit einer schönen Weihnachtskarte für Sie abzuschließen. Doch nun hat sich ein besonderer Notfall ergeben: Ende November bat uns das zuständige Sozialamt, im Internat vier Geschwister für mindestens sechs Monate aufzunehmen, deren Eltern sich nicht mehr um sie kümmern können – u. a. aus gesundheitlichen Gründen. Arnold, Valentina, Xhuljan und Azem waren in den vergangenen Monaten immer wieder von der Polizei aufgegriffen worden. Die Eltern hatten sie zum systematischen Betteln auf die Straße geschickt, damit die Familie überleben konnte. Auf Grund ihrer ­Erfahrungen sind die Kinder stark mitgenommen, sie leiden unter Albträumen und zeigen zeitweise ­aggressives Verhalten. Das ist für unsere Mitarbeiter eine große Herausforderung.

Die vier Geschwister: Arnold, Valentina, Xhuljan und AzemWir haben spontan Hilfe zugesagt und das Team stellt sich nun auf eine 7-Tage-Betreuung ­ein. Zur Erinnerung: Im September hat sich die Belegung des Internates bereits von 10 auf 20 Kinder verdoppelt. Daher brauchen wir mind. eine weitere Betreuungsperson. Zum 01.12. haben wir Frau Nexhip Biba eingestellt, außerdem werden wir weitere Räumlichkeiten anmieten. Bei Beachtung aller ­Kosten sowie des besonders schwierigen sozialen Hintergrunds ­kommen wir auf 150 Euro pro Kind jeden Monat. Bitte ­helfen Sie uns, die weitere Betreuung und Bildung für die ­Kinder zu sichern. Spenden Sie mit dem Kennwort: „Internat“.

Augen-OP

Im Oktober wurde uns ein junger Mann aus Velçan vorgestellt, Herr Ilir Rapçe. Er ist von Beruf Lehrer, hat aber große Probleme mit seinen ­Augen. Die notwendige OP würde in Tirana ca. 5.000,– Euro kosten. Das kann er nicht selbst bezahlen – er ist wegen seiner gesundheitlichen Probleme arbeitslos. Wir würden auch hier gern helfen, können das aber nur tun, wenn dafür zweckgebunden Spenden eingehen. Spenden Sie mit dem Kennwort: „Augen-OP“.

Schulsanierung erfolgreich abgeschlossen

Kommen wir zu den guten Nachrichten. Wir freuen uns sehr, dass die Sanierung der Schule in Proptisht zum Beginn des Schuljahres abgeschlossen wurde. Den finanziellen „Löwenanteil“ hat die deutsche Botschaft dazugegeben, nachdem die Kommune bereits im vergangenen Jahr beträchtliche ­Eigenleistungen gebracht hatte. Leonard Berberi hat die weiteren Arbeiten koordiniert, ein Team aus Nordwestmecklenburg hat mitgewirkt und begrenzte Maßnahmen haben auch wir als CHW finanziert.

Zur Eröffnungsfeier am 13. Oktober kamen Frau Anke Holstein, stellvertretende Deutsche Botschafterin und Leiterin der Wirtschaftsabteilung, sowie Frau Vera Baumann, Leiterin der Wirtschaftspoli­tischen Zusammenarbeit, aus Tirana und machten sich ein Bild von der gelungenen Schulsanierung. Stefan Kost und Horst Lutz schenkten den Kindern „Spitzes und Süßes“: spitze Bleistifte, die symbolisch gutes Lernen verdeutlichen sollen, und süße Bonbons, denn Schule soll ja auch Spaß machen. Die Bleistifte hat übrigens der REWE-Markt im Wismarer Burgwallcenter gesponsert.

Offizielle Einweihungsfeier

Beladen des LKW mit Weihnachtspäckchen und anderen Hilfsgütern

Weihnachtsaktion

Auch die diesjährige Weihnachtsaktion ist ein voller Erfolg. Wir haben 2.550 Weihnachtspäckchen, 300 Familienpakete, drei Klassensätze Schulmöbel, Kindergartenausrüstungen, ­Material für unseren Pflegedienst, dazu neue Reifen für unseren Unimog und den ­Nissan Patrol u. v. a. m. verladen. Inzwischen ist der LKW sicher in Albanien angekommen. Während dieser Rundbrief verschickt wird, sind unsere Teams in den Bergdörfern unterwegs und verteilen Ihre Weihnachtspäckchen an die Kinder.

Wir möchten uns sehr herzlich bei allen Helferinnen und Helfern bedanken,
Axel Ermke, Leiter des Verteilteams und Frieder Weinhold, Vorsitzender

 

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