Rundbrief Dezember 2016

Datum:  |  Autor: Frieder Weinhold

Die Weihnachtsfreude kommt an, hier im Kindergarten von Bishnica

Liebe, die ankommt

Sie sehen, liebe Freunde: Wir sind gerade in albanischen Schulen und Kindergärten unterwegs, um Ihre Weihnachtspäckchen zu verteilen. „Alle Jahre wieder“ erleben wir, wie die Liebe, die wir selbst geschenkt ­bekommen haben, den Kindern Freude bringt. Mit dieser geschenkten Liebe meine ich das Kind in der Krippe – ­unscheinbar, dennoch hat es die Welt so stark geprägt. Auch unsere Geschenke sind kleine ­Gaben, ein Schuhkarton jeweils, aber jedes Geschenk bewirkt etwas. Vielen Dank an alle Spender!

Nach den arbeitsintensiven Vorbereitungen ist es immer eine große Freude, die Weihnachts­päckchen zu den Kindern in die Dörfer zu bringen. Das Einsatzteam ist auch in diesem Jahr wieder eine bunte Mischung, von Jung bis Alt, von Nord bis Süd, auch Schweizer und eine ganze Gruppe aus Österreich sind dabei. Aufgrund der Schülerzahlen, die unsere albanischen Mitarbeiter zusammengestellt hatten, haben wir in Wismar deutlich mehr Päckchen gepackt als in den letzten Jahren. Dankenswerterweise haben sich viele ehrenamtliche Helfer beteiligt. Nächstes Jahr wollen wir unbedingt einen Lagerraum anmieten, um die Vorbereitungen zu entzerren. Um die Aktion gut abzuschließen, bitte ich noch einmal um Spenden, da die Ausgaben für Materialeinkauf und Logistik noch nicht voll gedeckt sind. Anfang Januar ­können Sie sich dann die Bilder von der Verteilaktion auf unserer Webite anschauen.

Unsere Weihnachtspäckchenaktion ist nur möglich durch Ihre großartige Beteiligung: Mit Ihren Päckchen, mit Geldspenden und ganz praktisch, in den Sammelstellen oder hier bei der Pack­aktion in Wismar

Unsere Weihnachts­päckchen­aktion ist nur möglich durch Ihre großartige Beteiligung: Mit Ihren Päckchen, mit Geldspenden und ganz praktisch, in den Sammelstellen oder hier bei der Pack­aktion in Wismar

Die Weihnachtsaktion ist nur ein Aspekt unserer ganzjährigen Arbeit. So bereiten sich auch in mehreren ­Gemeinden, die unser Mitarbeiter Samuel Shkullaku betreut, Kinder und Erwachsene auf Weihnachten vor.

Die Weihnachtsaktion ist nur ein Aspekt unserer ganzjährigen Arbeit. So bereiten sich auch in mehreren ­Gemeinden, die unser Mitarbeiter Samuel Shkullaku betreut, Kinder und Erwachsene auf Weihnachten vor.

Hilfsprojekte abgeschlossen

Mitte Dezember wird die Stadt Wismar ein ausgemustertes Feuerwehr-Einsatzfahrzeug an die Stadt ­Pogradec übergeben; der CHW hat den Transport organisiert. Wir danken Bürgermeister Thomas Beyer, den Wismarer Feuerwehr­leuten, die das Fahrzeug nach Brake bei Bremerhaven fuhren, sowie Herrn Müller von der Logistikfirma EMS Chartering, die kostenlos den Transport per Schiff nach Albanien übernahm.

Außerdem schließen wir gerade unser Hilfsprojekt für die Explosionsopfer von Dardhas ab. In dem Dorf 10 km südlich von Pogradec war Anfang Februar ein Gastank explodiert. Seitdem haben wir über 30 schwer verletzte Menschen nach ihrer Behandlung im Krankenhaus medizinisch weiterbetreut, ­außerdem mehrere ­Hilfstransporte mit Lebensmitteln, Kleidung, Pflegecreme etc. für die betroffenen Familien organisiert. Auch hierfür einen herzlichen Dank an alle Spender und Unterstützer!

Mitarbeiter von EMS entladen im Hafen von Durrës das Feuerwehr­fahrzeug, das während der Seefahrt an Deck vertäut war

Mitarbeiter von EMS entladen im Hafen von Durrës das Feuerwehrfahrzeug, das während der Seefahrt an Deck vertäut war

Die Familie Elezi konnte inzwischen von ihrem baufälligen alten Haus in den Neubau daneben umziehen; ermöglicht haben das Spender und freiwillige Bauhelfer aus den Niederlanden

Die Familie Elezi konnte inzwischen von ihrem baufälligen alten Haus in den Neubau daneben umziehen; ermöglicht haben das Spender und freiwillige Bauhelfer aus den Niederlanden

Und so geht es weiter

  • Bereits im Sommer hat eine große Gruppe aus den Niederlanden eine Kinderfreizeit in Bishnica durch­geführt, das Gemeindehaus in Buzaishtë neu eingedeckt und mit eigens mitgebrachten Spenden ein neues Heim für die besonders arme Familie Elezi in Velçan begonnen. Dank der Spende einer Firma aus der Schweiz konnte noch einer weiteren Familie geholfen werden. Organisiert haben das alles unsere albanischen Mitarbeiter, die derzeit auch Kontakte zu möglichen Partnern in den USA aufbauen. So hoffen wir, dass sich die Arbeit der Diakonia Albania künftig auf mehrere Schultern verlagert. Strukturell haben wir vereinbart, dass der CHW die Projekte künftig nur noch teilweise finanzieren wird, auch wenn es der ­Löwenanteil bleibt. ­Unser Ziel ist, die Diakonia Albania immer mehr auf eigene Füße zu stellen.
  • Für den Internatsneubau sind wir immer noch in der Vorbereitungsphase. Die Verhandlungen wegen des Baugrundstücks laufen noch. Ich schätze, dass wir diese Frage im ersten Halbjahr 2017 klären können und anschließend das Grundstück für den Bau vorbereiten, der dann 2018 stattfinden sollte.
  • Noch etwas in eigener Sache: Wir hatten versucht, personelle Entlastung durch Eckhard Weinholz zu schaffen. Leider ist es nicht gelungen, den nötigen Spenderkreis zusammenzubringen, darum mussten wir das Arbeitsverhältnis wieder beenden. Wir danken ihm für seine Mitarbeit.

Nun wünsche ich Ihnen ein friedevolles Weihnachtsfest. Teilen Sie die Weihnachtsfreude mit Ihren ­Mitmenschen und begleiten Sie auch 2017 unsere Arbeit in Albanien,

Ihr Frieder Weinhold, Vorsitzender

 

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