Rundbrief November 2018

Datum:  |  Autor: Frieder Weinhold

Liebe Freunde,

Bürgermeister-Besuch

Mitte Oktober hatten wir hohen Besuch: Eduart Kapri, Bürgermeister von Pogradec (mitte) und Thomas Beyer, Bürgermeister der Hansestadt Wismar (rechts) ­besuchten uns in Bishnica, das zur Stadt Pogradec gehört. Höhepunkt des Besuches war die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages der Diakonia Albania mit der Stadt Pogradec für die weitere Zusammenarbeit im sozialen Bereich, vor allem in der Administrative Velçan.

Dass Bürgermeister Thomas Beyer erstmals Pogradec und unsere Arbeit in Bishnica besucht hat, hat uns alle sehr gefreut. Er zeigte sich beeindruckt; in seinem Bericht an die Bürgerschaft hat er die Arbeit von CHW bzw. Diakonia Albania mit Nachdruck gewürdigt.

Bürgermeister Eduart Kapri unterzeichnet den Kooperationsvertrag mit der Diakonia Albania, wichtig für die Weiterentwicklung unseres Internatsprojekts

Bürgermeister Eduart Kapri unterzeichnet den Kooperationsvertrag mit der Diakonia Albania, wichtig für die Weiterentwicklung unseres Internatsprojekts

Diskussionsrunde auf der Diakonia-Konferenz

Diskussionsrunde auf der Diakonia-Konferenz

Die Diakonia-Konferenz Anfang Oktober vertiefte die Zusammenarbeit mit unseren Partnern aus den Kommunen. Danach konnten die teilnehmenden Interessenten mit uns nach Bishnica fahren und sich ein eigenes Bild der Arbeit machen.

Computerraum, Ofen-Projekt

Zwischen dem Internat in Bishnica und der örtlichen Schule besteht seit Jahren eine sehr gute Zusammenarbeit. Nun starteten wir ein weiteres Projekt: Berufsschullehrer und -schüler aus Pogradec erneuerten die Elektrik der Schule, so dass die Kinder jetzt endlich in jedem Klassenraum Licht und Steckdosen haben. Wir finanzierten das Arbeitsmaterial und koordinierten die Arbeiten. Darüber hinaus richteten wir mit gespendeten Computern aus Deutschland einen neuen Computerraum ein; hier werden unsere Mitarbeiter nun Computerkurse für die Schüler sowie Fremdsprachenkurse (Englisch) anbieten.

Auch in einem anderen Bereich unterstützen wir die Schulen in den albanischen Bergdörfern: Da die Klassenzimmer oft nur über billige, uneffektive Blechöfen verfügen, haben wir schon Öfen gekauft oder gespendete, gebrauchte Öfen auf unseren Transporten mitgenommen – sie sind allemal besser als die vorhandenen. Mit einem neuen Projekt zusammen mit der Berufsschule in Pogradec gehen wir noch einen Schritt weiter: Die Berufsschüler sollen Öfen aus Altteilen selbst produzieren. Wir werden das Geld für die Materialien (Schamottsteine und Ofenrohre) sowie die Fahrtkosten beisteuern. Ebenso sollen die Berufsschüler in der Schule von Proptisht, die wir vor einiger Zeit mit der Deutschen Botschaft sanierten, noch einige Restarbeiten machen.

Spenden Sie gern für diese Projekte unter dem Stichwort „Schule“. Wir brauchen insgesamt 2.000 € dafür – gut angelegtes Geld für Projekte, die in mehreren Schulen die Lernbedingungen verbessern werden.

Neues aus dem Internat

Seit 1. September arbeitet Valbona Balla als Sozialarbeiterin in Bishnica. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und geht mit großem Engagement ans Werk. Gleich in ihren ersten Wochen hat sie aus eigenem Antrieb arme Familien besucht, die Nöte der Menschen analysiert und sie dann im Nachgang erneut besucht, mit den entsprechenden Hilfsgütern im Gepäck. Außerdem verbesserte sie mit den ­anderen Mitarbeitern die Bedingungen für die Kinder im Internats, indem zwei Räume in einem benachbarten Gebäude als Spielzimmer und Rückzugsraum aktiviert wurden. Wir freuen uns, so eine gute und engagierte Mitarbeiterin im Team zu haben!

Hilfspakete für arme Familien

Valbona Balla im Aufenthaltsraum der Internatskinder

LKW für die Bergdörfer

Diesen Offroad-LKW würden wir gerne für Bishnica kaufenOffroadfahren macht Spaß. Aber für unsere Mitarbeiter in Bishnica ist es eine tägliche Last – und ebenso für unsere Fahrzeuge. Bisher konnten wir ältere, vergleichsweise günstige Fahrzeuge einsetzen. Das wird sich demnächst ändern: Ab Januar dürfen in Albanien nur noch max. 10 Jahre alte Fahrzeuge importiert werden. Da unser alter Unimog es wohl nicht mehr lange macht, haben wir uns entschlossen, in Zusammenarbeit mit unseren Offroadfreunden in diesem Jahr noch einen Allrad-LKW (Foto) anzuschaffen.

Sie können das Projekt unterstützen mit einer Spende für „Fahrzeuge“. Wir brauchen das Geld für Beschaffung, TÜV und evtl. kleine Reparaturen sowie für die Überführung und Zollformalitäten.

Weihnachtspäckchenaktion 2018

Ich bin wirklich begeistert, wie toll die Vorbereitungen der diesjährigen Weihnachtsaktion laufen. Dominic Kiebler aus Sachsen kümmert sich mit seinen Freunden um die Sammeltour. Ehepaar Reindorf aus Lübeck organisiert die Packarbeiten in der Alten Reithalle, die wir dankenswerterweise wieder von der Stadt Wismar zur Verfügung gestellt bekommen. Heinz Godknecht ist die „Schlüsselfigur“, er verwaltet den Zugang zur Halle und ist der Gute Geist dort. Bis 20. November werden unsere ehrenamtlichen Helfer in Aktion sein und die Päckchen packen bzw. kontrollieren und schließlich versandfertig auf Paletten stapeln.

Als Grundstock haben wir für 1.700 Päckchen günstig Material eingekauft. Da wir die Ware im Vertrauen auf Ihre Treue bestellt haben, rufen wir noch einmal für Spenden auf, Stichwort „Weihnachten“. Ebenso hoffen wir auf Ihre eigenen Päckchen, die bis 11.11. bei Ihrer Sammelstelle sein sollten. Vom ersten bis zum dritten Advent werden 15 Helfer die Weihnachtsgeschenke in Albanien zu den Kindern bringen – darauf freue ich mich ganz besonders.

Ihr Frieder Weinhold, Vorsitzender

Fotos: Stadt Wismar, Matthias Pommranz, Valbona Balla (2), Thomas Hübner

 

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