Seit 15 Jahren Hilfe für die Mokra-Region

Datum:  |  Autor: Ostsee-Anzeiger / CHW

Pastor Frieder Weinhold ist Ehrenbürger der albanischen Kommune Velcan

Wismar/Velcan – Eine wichtige Auszeichnung für Frieder Weinhold: Der Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche und Vorsitzender des Christlichen Hilfsvereins Wismar e.V. (CHW) wurde Anfang November in Albanien zum Ehrenbürger der Kommune Velcan ernannt. Die Urkunde wurde dem 53-jährigen während eines Festakts überreicht. Gewürdigt wird somit die nun 15-jährige Arbeit für die Mokra-Region. „Das Engagement beinhaltete humanitäre Nothilfe, die Förderung der medizinischen Versorgung und der schulischen Ausbildung sowie die Vermittlung geistlicher Werte als Grundlage von Hoffnung und Lebensfreude für die Menschen der Bergdörfer der Kommune“, stand auf der Ehrenbürgerurkunde.

Frieder Weinhold lobte beim Festakt im Beisein von Oberbürgermeister Ramazan Rapce die Arbeit aller CHW-Mitarbeiter. Diese für Ausländer seltene Ehrung ist stellvertretend für alle fleißigen Mitstreiter in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten zu betrachten.

Die Gespräche mit den kommunalpolitisch Verantwortlichen haben sich gelohnt. Anerkannt wird, dass der CHW nicht als Eintagsfliege durch die albanischen Berge irre, sondern beharrlich und sensibel gearbeitet hat. „Hier wurde unser Festhalten am Miteinander honoriert.“ Die Auszeichnung sei zugleich Ansporn, auch weiterhin den sachlichen Dialog fortzuführen und die Kooperation mit den Kommunalpolitikern gedeihlich auszubauen. „Das Fundament haben wir gemeinsam gelegt. Jetzt gilt es weiter aufzubauen“, so Pastor Weinhold.

Seit 1992 sind die Albanienhelfer auf dem Balkan aktiv. Jährlich gibt es mehrere Hilfstransporte in die albanischen Bergdörfer. Außer der humanitären Hilfe (Familien- und Weihnachtspakete sowie medizinische Hilfe) rüstete der Verein später die Schulen der Kommune und darüber hinaus mit zum Beispiel Möbeln, Lehrmaterial und Computern aus und stellte ein Ambulanzfahrzeug für die medizinische Versorgung in der Region bereit.

Bis zum heutigen Tag sind weitere Projekte, etwa die Betreuung von alten Männern, sowie Menschen mit Behinderungen, eine Baumschule und die Planung einer Mülldeponie für zwei Kommunen hinzugekommen. Neben diesen Projekten will der Verein in der Zukunft zur Ausbildung von fünf Krankenpflege-Helfern beitragen und die Wiederaufforstung des Waldes fördern. „Wir müssen uns gemeinsam um die Erhaltung der Natur, Gottes Schöpfung, kümmern“, sagte Frieder Weinhold.

Norbert Wiaterek
aus: Ostsee-Anzeiger Wismar, 29.11.2006

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