Schlagwort: Albanienheft 2002

Albanienheft 2002

Datum:  |  Autor: CHW

Informationsheft der Albanienhilfe Wismar
Schwerpunkt: Alte Kultur neu entdeckt

Rock am Hafen

Datum:  |  Autor: Anna Luise Weinhold / CHW

Wismarer Hafen, Sonnenschein, als Kulisse das Meer und gute Stimmung – besser hätte es gar nicht werden können. „Endlich mal was los!“ Diese Meinung vertraten viele aus dem Publikum. Man hatte das Gefühl, halb Wismar wäre anwesend. Überall, wo man hinsah, nur bekannte Gesichter, Leute, die sich lautstark begrüßten und munter miteinander plauderten.

Neue Straße im Norden

Datum:  |  Autor: albanien.ch / CHW

Zur Finanzierung des Baus einer Straße von Durrës nach Kukës wird die albanische Regierung zusätzliche Steuern erheben. Die direkte Route vom Meer nach Kosova führt durch Nordalbanien. Meistens nimmt man aber den Umweg über Mazedonien in Kauf, da die Straßen durch die nordalbanischen Berge schlecht und unsicher sind.

Flucht vor der Wirklichkeit

Datum:  |  Autor: Claudia Hanisch / CHW

Durch Binnenmigration und Auswanderung blutet die Bevölkerung Albaniens langsam aus. Während es dem Normalbürger im Kommunismus nicht erlaubt war, ohne Genehmigung den Wohnort zu wechseln, streben jetzt vor allem die Dorfbewohner Albaniens einem besseren Leben in den Städten zu. Das ist verständlich: Schulbildung und medizinische Versorgung sind meist mehr als mangelhaft in ländlichen Gegenden. Dazu kommt noch, dass gerade die abgelegeneren Regionen schwer zugänglich sind.

Buchtipp: „Montenegro. Eine Familiensaga im Jahrhundert der Konflikte“ von Bato Tomasevic

Datum:  |  Autor: CHW

Exil-Journalist Bato Tomasevic blickt ausgehend von seiner Flucht aus Belgrad am 24. März 1999, dem Beginn des Kosovo-Krieges, zurück auf die Geschichte des Balkans. Selbst montenegrinischer Abstammung und im Kosovo aufgewachsen, fügt er historische Fakten mit dem Schicksal seiner eigenen Familie in ein fesselndes Buch zusammen, das die Hintergründe und Verflechtungen des Pulverfasses Balkan darlegt.

Buchtipp: „Eleni“ von Nicholas Gage

Datum:  |  Autor: CHW

Nicholas Gage erzählt mit „Eleni“ die Geschichte seiner Mutter, einer Frau in einem griechischen Bergdorf nahe der albanischen Grenze. Ihr Mann wandert 1928 nach Amerika aus und lässt sie mit ihren Kindern zurück. Nach ihrem Mann „Amerikana“ genannt, durchlebt sie als reichste Frau des Dorfes den Abstieg von der Bewunderung bis zur Verfolgung, als die Kommunisten im zweiten Weltkrieg das Gebiet erobern und die Bevölkerung nach ihrer westlichen Gesinnung ausspionieren.

„Ich will gesund werden!“

Datum:  |  Autor: Rebekka Teske / CHW

Tufe Lapushi hat sich ihren linken Fuß verbrannt, als sie ein Jahr alt war. Mit 18 wurden ihr die Zehenknochen daran amputiert, aber trotzdem hat sie seitdem Schmerzen. Da sie drei Söhne (4, 7 und 12 Jahre) hat und ihre Familie sich von der kargen Landwirtschaft ernährt, muss sie die Kinder versorgen und auch auf den Feldern arbeiten. Dabei benutzt sie zwangsweise auch den kranken Fuß, der dadurch meistens entzündet ist.

Wandmalereien in Voskopoje

Datum:  |  Autor: Claudia Hanisch / CHW

Die Malerei hatte zwischen dem 13. und dem 18. Jahrhundert ihre Blütezeit innerhalb der byzantinischen Kunst in Albanien. Nach strengem Kanon wurden neu errichtete Kirchen mit Fresken verziert, die meist Heilige oder aber auch den Stifter des Gebäudes darstellten. Besonders aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts existieren noch eine Reihe Bildnisse von geistlichen Würdenträgern und Mitgliedern des Adels.

Die verlorene Stadt

Datum:  |  Autor: Claudia Hanisch / CHW

Wer heute nach Voskopoje kommt, kann die einstige Blüte dieser Kulturstadt kaum erahnen: Die Ansammlung von alten Steinhäusern und die gepflasterten Straßen dazwischen machen einen eher verwaisten Eindruck, als würde man nach Jahren an einen zurückgelassenen Ort zurückkehren. Direkt gegenüber dem verblichenen kommunistischen Denkmal findet sich eine gemalte Tafel, die diesen Eindruck wettzumachen sucht: Das touristische Dorf Voskopoje mit über 670-jähriger Geschichte weist auf seine historische Bedeutung hin.

Es geht nichts verloren…

Datum:  |  Autor: Nicole Wicht / CHW

Alles begann im Februar 2002, als ich mit einem Studententeam aus dem Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen das Abenteuer Albanien-Einsatz wagte. Betroffen von der Armut der Menschen im kleinen Bergdorf Holtas kam ich zurück nach Tübingen. Besonders die Kinder in Holtas hatten mein Herz gewonnen und die Frage kam auf, wie ich diesen kostbaren kleinen Menschen helfen kann.

Begeisternde Klänge

Datum:  |  Autor: Claudia Hanisch / CHW

Entwicklungsarbeit hat nicht nur eine materielle Seite, sie kann auch das kulturelle Leben betreffen. So regten die Vorstandsmitglieder des Christlichen Hilfsvereins Wismar die jungen Erwachsenen in dem albanischen Bergdorf Bishnica an, ihre Volkslieder und -tänze zu pflegen und dieses wertvolle Kulturgut zu bewahren.

Schals für albanische Kinder: Auch eine blinde Frau will helfen

Datum:  |  Autor: Lothar Morell / CHW

Es ist bereits 16 Uhr. Das Telefon klingelt schon wieder. Ich glaube, es ist heute bereits das zehnte Mal. Eine Dame aus Baden- Württemberg meldet sich. Wie kann es anders sein, es geht um Schals für albanische Kinder.

Nach dem Hochwasser trotzdem ein Transport

Datum:  |  Autor: Ingmar Bartsch / CHW

Gegenseitige Hilfe und Anteilnahme an fremden Schicksalen lässt Menschen näher zusammenrücken. Dies ist eine Erfahrung, die viele Betroffene und Helfer in den Hochwassergebieten in diesem Sommer verstärkt gemacht haben. Auch die Albanienhilfe Wismar hat sich für die Opfer der Flutkatastrophe eingesetzt und zahlreiche Spenden gesammelt. Ebenso muss die Arbeit auf dem Balkan, hauptsächlich in Albanien und Mazedonien, weitergehen.

Fünf Jahre Hilfsstation Bishnica

Datum:  |  Autor: Claudia Hanisch / CHW

„Es ist, wenn es sich einrichten lässt, sehr viel besser, den Armen die Hilfe persönlich zu bringen, als sie ihnen zu schicken. Das gilt für beide Seiten, für uns und für sie: für sie, weil es für sie wohltuender ist und weil wir sie dann in geistlichen wie in materiellen Dingen unterstützen können; für uns, weil es viel besser unsere Herzen für sie erwärmen kann und uns dazu bringt, viel selbstständiger füreinander zu sorgen.“ Diese Worte von John Wesley, dem Vater der Methodisten, drücken die Motivation aus, mit der eine Handvoll engagierter Leute aus Wismar und Umgebung 1992 an die Albanienarbeit gingen.