Schon wieder vorbei: das Vereinsseminar 2014

Datum:  |  Autor: Matthias Pommranz

Nachdem sich der Ort letztes Jahr bestens bewährt hat, trafen wir uns Ende April wieder in Bad Blankenburg zum CHW-Vereinsseminar. Als Referenten gaben Pastor Akil Pano, Sekretär der albanischen Evangelischen Allianz, und Leondard Berberi kompetente Einblicke in die Situation Albaniens. So brachte das Wochenende den Teilnehmern ein besseres Verständnis für die Notwendigkeit unserer Arbeit – und neue Motivation.

Armut und Gerechtigkeit – zentrale Themen

Pastor Akil Pano berichtete über die Arbeit der Evangelischen Allianz Albanien...Das Wochenende begann am Freitag mit einem Informationsabend über die Arbeit des CHW und der VUSH, der Evangelischen Allianz Albaniens. Am Samstagvormittag ging es dann um das Thema „Armut“. Akil Pano zeigte, welche Bedeutung Hoffnung auf Versorgung und eine gerechte Gesellschaft nicht nur in der Politik und für Revolutionen haben, sondern auch für Gott und seinen Plan mit den Menschen. Das zeigt sich in seinen Gesetzen für das Volk Israel, in der Botschaft Jesu und ganz praktisch im Zusammenleben der ersten Christen. Gott nimmt unsere Bedürfnisse ernst, und wenn wir Menschen nach seinen Vorstellungen leben, geht es allen gut!

Danach beleuchtete Leonard Berberi, seit kurzem Exekutivdirektor der Stiftung Diakonia Albania CHW, mit einem Rückblick auf die fehlerhaft durchgeführte albanische Landreform eine wichtige Armutsursache, vor allem in den Bergregionen. Durch Zahlen machte er das Ausmaß der Armut deutlich. So betragen die staatlichen Sozialleistungen für Familien ohne Einkommen 55 Euro im Monat – das reicht für Mehl, aber nicht für fertiges Brot, geschweige denn für Medikamente etc.

Wer mehr wissen möchte: Hier ist mein Mitschrieb von den Vorträgen

Jahres-Mitgliederversammlung des Vereins

Frieder Weinhold berichtete über einige Entwicklungen der letzten Zeit:

  • Mit der neuen Teamwohnung und dem Lager in Pogradec haben wir gute Bedingungen für die Arbeit vor Ort
  • Auch das Gemeinschaftshaus in Buzahishte ist nun als Pflegehaus und Gottesdienstraum wieder in Betrieb – ein Grund zur Freude
  • Bart Spruijt hat Kontakt zu einem holländischen Unternehmer vermittelt, mit dessen Spenden wir Leonard Berberi und Rudi Shkullaku anstellen konnten
  • Horst Lutz und Frieder Weinhold sind mit verschiedenen Organisationen in Kontakt, um weitere Fördergelder zu bekommen
  • Die Diakonia Albania ist seit dem Frühjahr Mitglied der VUSH, das erleichtert den Import von Hilfsgütern nach Albanien

Der Finanzbericht zeigte, dass unser Jahr 2013 finanziell ausgeglichen war. Dennoch gibt es immer noch große Löcher; vor allem werden für die dauerhafte Durchführung der Sozialprojekte weitere 20€-Patenschaften gebraucht. Und da die meisten Spenden zum Jahresende eingehen, ist wieder ein finanzielles Sommerloch abzusehen. Vielleicht kann jemand mit einer Sonderspende aushelfen?

Gute Atmosphäre

Für die Teilnehmer hat sich die Fahrt nach Bad Blankenburg gelohnt. Bei der Abschlussrunde wurden neben den guten Vorträgen besonders die Möglichkeit, sich gegenseitig kennen zu lernen, die angenehme Gesprächsatmosphäre und überhaupt das Allianzhaus als Veranstaltungsort gelobt. Mehrere Teilnehmer sagten, dass sie sich nun stärker an der Arbeit des Vereins beteiligen und dafür Werbung machen werden. Wünsche für das nächste Mal waren u.a. mehr Zeit zur Diskussion über die Vorträge und über die weitere Arbeit des Vereins. Und vor allem: dass noch viel mehr Vereins- und Vorstandsmitglieder am gemeinsamen Vereinswochenende teilnehmen!

 

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