Verteilaktion in Trebinje

Datum:  |  Autor: CHW

In der oberen Mokraregion liegt Trebinjë mit seinen Teilorten. Ende Oktober verteilte die Diakonia Albania dort Hilfsgüter an arme Familien, die Julian Kirschner von der DHHN einige Tage zuvor mit seinem LKW in unserem Lager angeliefert hatte.

Trebinjë war bis zur Gebietsreform Nachbarkommune von Proptisht und Velçan, wurde dann ebenfalls nach Pogradec eingemeindet und hat nun den Status einer Verwaltungseinheit. Nach den Wahlen vom Juni 2015 wurde Safet Doce von der Demokratischen Partei als Administrator eingesetzt.

Zum Gebiet von Trebinjë gehören 15 Dörfer mit insgesamt nur 3.200 Einwohnern. Die kulturellen Traditionen sind dieselben wie in Bishnicë und Buzaishtë, wir nennen die Gegend »Obere Mokraregion«. In 4 oder 5 Dörfern gibt es christlich-orthodoxe Gläubige. Der Landbesitz beträgt seit 1991 1.000 bis maximal 3.000 m² pro Person. Das Land ist trocken, es gibt keine Bewässerungssysteme oder Kanäle für die Felder. Daher wird vor allem Getreide angebaut: Weizen, Roggen und Gerste. Die Sozialhilfe beträgt 2.700 bis 3.000 ALL (19,29 – 21,43 €) pro Familie im Monat.

Warum sind wir nach Trebinjë gegangen?

Weil es genau zu unserer Vision passt – wir wollen Menschen in Not helfen. In Trebinjë sind die Bauern und Familien sogar noch ärmer als in Velçan, Bishnicë oder Buzaishtë, das konnten wir selbst sehen. Die Straßen sind noch schlechter als in Bishnica, viele Häuser liegen völlig isoliert. Die Menschen arbeiten sehr schwer, um ihre Familien zu versorgen, aber sie brauchen Unterstützung. 

Deshalb hat uns der neue Administrator Safet Doce um Hilfe für seine Leute gebeten. Mit der Verteilaktion am 28./29. Oktober konnten wir vielen Familien ein wenig helfen. Und durch den Ausbau unserer Kontakte in diesen Dörfern legen wir die Grundlagen für zukünftige Hilfsprojekte.

 

Fotos: Julian Kirschner, Granit Novaku

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