Wandmalereien in Voskopoje

Datum:  |  Autor: Claudia Hanisch / CHW

Die Malerei hatte zwischen dem 13. und dem 18. Jahrhundert ihre Blütezeit innerhalb der byzantinischen Kunst in Albanien. Nach strengem Kanon wurden neu errichtete Kirchen mit Fresken verziert, die meist Heilige oder aber auch den Stifter des Gebäudes darstellten. Besonders aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts existieren noch eine Reihe Bildnisse von geistlichen Würdenträgern und Mitgliedern des Adels.

Apokalyptische Szene an der Außenwand einer Kirche in Voskopoje: Naturkatastrophen und Drangsal am Ende der Zeiten

Die Malerei hatte zwischen dem 13. und dem 18. Jahrhundert ihre Blütezeit innerhalb der byzantinischen Kunst in Albanien. Nach strengem Kanon wurden neu errichtete Kirchen mit Fresken verziert, die meist Heilige oder aber auch den Stifter des Gebäudes darstellten. Besonders aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts existieren noch eine Reihe Bildnisse von geistlichen Würdenträgern und Mitgliedern des Adels.

Die Fresken Voskopojes vier Jahrhunderte später spiegeln jedoch eher die neue Emanzipation der Kulturstadt wider. Der Maler tritt mit der Signatur seines Werkes aus dem Schatten der Anonymität heraus, während bei früheren Wandmalereien die Bildunterzeichnungen fehlen.

Ein besonderer Themenbereich des 18. Jahrhunderts war die Darstellung der Offenbarung des Johannes, wie sie in den unteren beiden Fotografien zu sehen ist. Mit ihr spielten die Maler besonders auf die Zustände der osmanischen Herrschaft über das albanische Volk an und legten die Hoffnung hinein, dass deren Ende – wie das Weltende – bald kommen würde.

Claudia Hanisch

 

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