Wie geht’s dem Verein?

Datum:  |  Autor: Dietmar Schöer

Auf dem Vereinsseminar in Höxter, 25.09.2021

Auf dem Vereinsseminar in Höxter, 25.09.2021

Seit dem letzten Albanienheft sind drei Jahre vergangen. Jahre, in denen nicht nur Arbeit in Albanien geleistet wurde, auch der Verein hat sich weiterentwickelt. Dietmar Schöer gibt einen Überblick, wo wir als Organisation derzeit stehen.

Neue Mitglieder und Mitarbeiter

Wir alle werden älter – unser Verein hat sich verjüngt: Seit 2019 sind 14 Personen beigetreten (meist im Alter von 40 bis 60 Jahren), derzeit gibt es 68 Mitglieder. Die Zahl der Freunde, Spender und Helfer liegt um ein Vielfaches höher – das ist gut so. Es besteht aber weiter Bedarf an neuen Vereinsmitgliedern, besonders aus der jungen Generation.

Viele der neuen Mitarbeiter und Mitglieder sind über die regionalen Arbeitsgruppen dazu gestoßen. Die Arbeitsgruppe Höxter um Josef Lutter ist in der Region um Lezhë aktiv, wo sie durch Sachspenden und kleine Projekte (Zahnbehandlung für Kinder) armen Menschen hilft. Die Arbeitsgruppe Lübeck um Christine und Jürgen Reindorf ist (dank der Nähe zu Wismar) u.a. stark in die Weihnachtspäckchen-Packaktion involviert. Neu ist die Arbeitsgruppe Oschersleben (Sachsen-Anhalt) um Rainer Rose, der Jugendliche wie auch ältere Semester aus seiner Region in die Hilfsprojekte mit hineinnimmt. Und im Erzgebirge besitzt der CHW schon lange zahlreiche Unterstützer, die sich in verschiedenen Bereichen einbringen.

Ganz neu ist die Arbeitsgruppe Albanische Hefte. Sie geht aus der Deutsch-Albanischen Freundschaftsgesellschaft (DAFG) hervor, die sich nach 50-jährigem Bestehen mangels Nachwuchs aufgelöst hat. Die verbleibenden Mitarbeiter bilden nun eine Arbeitsgruppe unter dem Dach des CHW. So soll die Publikation der „Albanischen Hefte“ weiterlaufen, eventuell zusammengelegt mit dem „Albanienheft“ des CHW. Wir arbeiten derzeit an einem Konzept und an der Finanzierung – und freuen uns über den Zuwachs an Fachkompetenz zum Thema „Albanien“.

Erweiterung des CHW-Vorstands

Verjüngt wurde auch der Vorstand, den wir bei der Mitgliederversammlung 2021 durch drei neue Beisitzer erweitert haben – gemäß dem Gedanken, dass sich im Vorstand die verschiedenen Arbeitsbereiche zusammenfinden und abstimmen sollen:

Tim ProbsthainTim Probsthain vertritt die Arbeitsgruppe ­Höxter. Tim ist Geschäftsführer zweier Bildungsstätten und junger Familienvater.

Rainer RoseRainer Rose vertritt die Arbeitsgruppe Oschersleben. Rainer ist im aktiven Ruhestand und eine treibende Kraft in seinem Kirchengemeinderat.

Akil PanoMit Pastor Akil Pano aus Tirana haben wir erstmals einen Albaner im Vorstand. Akil Pano gehört bereits seit Jahren zum Aufsichtsrat der DA und ist in Albanien sehr bekannt. Er hat ein Herz für die Menschen in seinem Land, aber auch für Albaner im Ausland.

Weitere Änderungen sind für die Mitgliederversammlung 2022 geplant:

Jochen BlankenJochen Blanken soll als Vertreter der Arbeitsgruppe Albanische Hefte Beisitzer werden; er war bisher Vorstandsmitglied der DAFG.

Dietmar SchöerDietmar Schöer übernimmt mehr und mehr Aufgaben von Frieder Weinhold. Er soll Stefan Kost als 2. Vorsitzender ablösen.

Tim ProbsthainTim Probsthain soll neuer Kassenwart werden, um Dietmar Schöer zu entlasten, der weiterhin voll berufstätig ist.

Weitere Arbeitsbereiche

Frieder Weinhold ist inzwischen Rentner geworden, aber damit noch lange nicht im Ruhestand! Er ist weiterhin sehr aktiv für den Verein tätig, organisiert die Transporte und gemeinsam mit Aurora Zeqo die Projektarbeit in Albanien. Insbesondere in den Corona-Jahren seit 2020 hat er durch seine regelmäßigen Reisen und Hilfstransporte Kontakt gehalten und die Arbeit in Albanien vorangebracht. Unsere albanischen Freunde, auch aus Verwaltung und Politik, wissen es sehr zu schätzen, dass der CHW sie in dieser schwierigen Zeit nicht allein gelassen hat.

Wie sind die Aufgaben sonst noch verteilt?

  • Dietmar Schöer ist seit 2015 als Kassenwart für die Finanzen des Vereins zuständig und hat seitdem weitere organisatorische Aufgaben übernommen, beispielsweise die Personalverantwortung für die Mitarbeiter in Deutschland und Albanien sowie die Beantragung von Fördermitteln. Seit 2014 begleitet er die Gemeindearbeit in Bishnica und anderen Dörfern.
  • Die Hauptverantwortung für die Gemeindearbeit haben wir an Pastor Akil Pano aus Tirana übertragen. Besonders die jungen Menschen aus seiner Gemeinde bringen sich bei den Einsätzen in die Gottesdienste, bei Familienbesuchen und Verteilaktionen ein.
  • Christine und Jürgen Reindorf organisieren die Weihnachtspäckchenaktion sowie die Arbeiten im und am Vereinshaus. Übrigens haben wir 2021 mit über 4.000 Päckchen die größte Weihnachtspäckchenaktion der Vereinsgeschichte durchgeführt. Michael Wetzel organisiert und begleitet die Verteilung der Weihnachtspäckchen in Albanien.

Struktur in Albanien

Unsere Tochterorganisation Diakonia Albania (DA) besitzt eine eigene Struktur. Exekutivdirektorin Aurora Zeqo ist für die Sozialprojekte und derzeit 14 Mitarbeiter/innen zuständig. Im Aufsichtsrat der DA sind wir durch Frieder Weinhold (Vorsitzender), Dietmar Schöer und Stefan Kost vertreten. Pastor Akil Pano und Sotiraq Mangëri bringen als albanische Vertreter ihre Kompetenzen ein. Sotiraq Mangëri leitet seit vielen Jahren das Pogradecer Schulamt, seit 2019 ist er außerdem Präsident des Stadtrats von Pogradec.

Im Juli 2020 konnten wir ein neues Büro in Tirana beziehen. Das Hauptstadtbüro ist nun offizieller Sitz der DA. Hier arbeitet Aurora Zeqo, es gibt aber auch Übernachtungsmöglichkeiten für Teams oder Mitarbeiter auf der Durchreise. Das Büro in Pogradec besteht weiter; es ist die Anlaufstelle für unsere Mitarbeiter aus Bishnica und die Kontakte zur Stadt Pogradec. Daneben ist die DA in den Städten Librazhd und Lezha präsent.

Die jährliche Diakonia-Konferenz ist nach wie vor eine wichtige Plattform, um Partner, Mitarbeiter und Freunde unserer Arbeit einmal im Jahr zusammenzubekommen. Die Vorträge setzen Impulse für unsere kommunalen Partner. Dabei profitieren wir regelmäßig von der fachlichen und finanziellen Unterstützung durch die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Personelle Verstärkung geplant

Dorothea und René WeckerleinRené und Dorothea Weckerlein haben in den 90er Jahren für einige Jahre in Albanien gelebt, wo sie eine christliche Gemeinde in Librazhd aufgebauten und in diesen schweren Jahren den Menschen beistanden. Sie möchten nun gerne wieder nach Albanien zurück. Wir sind bereits seit drei Jahren im Gespräch, nun werden die Planungen konkreter: Wenn alles gut läuft, wird Ehepaar Weckerlein ab Januar 2023 unsere Arbeit vor Ort aktiv unterstützen. Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit wird die Begleitung der Gemeindearbeit in den Mokra-Bergen sein. Dafür werden sie in Pogradec wohnen und einige Tage pro Woche in Bishnica sein. Für die weitere Einbindung in unsere Arbeit vor Ort gibt es viele Möglichkeiten – René ist Meister und Ausbilder im Garten- und Landschaftsbau, Dorothea ist gelernte Krankenschwester. Zudem verfügt sie über Erfahrungen im Kindergarten sowie in der Arbeit mit Migranten.

René und Dorothea bereiten sich derzeit auf ihre Ausreise vor und bauen einen Freundeskreis auf, der sie finanziell trägt. Das Forum Wiedenest wird die beiden aussenden, die finanziellen und arbeitsrechtlichen Vorgänge regeln und für eine persönliche Begleitung während des Auslandseinsatzes sorgen.

Partnerschaften

Gitta Pabst„Gemeinde und Verein – Gemeinsam diakonisch denken und handeln“ ­lautet das Projekt, mit dem CHW und Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Marien-St. Georgen in der Wismarer Innenstadt seit 2021 zusammenarbeiten. Unsere Helfer und Mitarbeiter beteiligen sich an Aktionen der Kirchengemeinde, umgekehrt sind wir in den Kirchenräumen mit Rollups und Infomaterial präsent. So können wir die Besucher über unsere Arbeit informieren und neue Unterstützer gewinnen – aus Wismar und Umgebung ebenso wie Touristen, die gerade die Stadt besuchen. Als Projektmitarbeiterin nimmt Gitta Pabst an beiderseitigen Dienstberatungen teil. Mit dieser Partnerschaft kehrt ein Stück weit die lokale Gemeinde­anbindung zurück, die nach Auflösung der Ev.-meth. Gemeinde verloren ging, aus der unser Verein ursprünglich entstand.

Eine lange, zuverlässige Partnerschaft soll hier ebenfalls erwähnt werden: Die Deutsche Humanitäre Hilfe Nagold (DHHN) bringt regelmäßig Hilfsgüter nach Pogradec. Damit können wir Not leidende Familien unterstützen, in Krisensituationen helfen und gelegentlich eigene Sachspenden (Betten, Schulmöbel, Material für das Internat) transportieren.

Soweit dieser Schnelldurchgang durch die aktuellen Vereinsstrukturen. Wir sind wirklich dankbar für die Unterstützung vieler Personen, Gruppen und Partnerorganisationen, Spender und Firmen. Wenn Sie sich ebenfalls in die Albanien-Arbeit einbringen möchten, sprechen Sie uns gerne an!

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