Wismarer Zonta-Club spendet für Mädchen in Albanien

Datum:  |  Autor: Nicole Hollatz / CHW

“Bildung ist der Schlüssel für Erfolg und für eine gute Zukunft!” Mit diesen Worten übergab Heidi Wollensack als Präsidentin des Wismarer Zonta-Clubs einen symbolischen Scheck im Wert von 900 Euro an Frieder Weinhold sowie Christine und Jürgen Reindorf vom Christlichen Hilfsverein Wismar e.V.

Scheckübergabe durch den Zonta-Club Wismar

Wismars Zonta-Präsidentin Heidi Wollensack übergab den Spendenscheck an Frieder Weinhold sowie Christine und Jürgen Reindorf vom Christlichen Hilfsverein Wismar e.V.

Der CHW engagiert sich seit fast 30 Jahren für die Menschen in Albanien, insbesondere in den armen Bergdörfern und insbesondere für die Kinder. In Bishnica und Proptisht konnte dank des Vereins die Schule saniert werden. Außerdem betreibt der Verein ein Internat in Bishnica, um auch Kindern aus abgelegenen Bergdörfern einen Schulbesuch bis zur 9. Klasse zu ermöglichen. Zonta ist eine weltweite Organisation berufstätiger Frauen in Führungspositionen, die sich gemeinsam für eine Verbesserung der Situation von Frauen und Mädchen einsetzen – ohne Gewalt und mit gleichen Chancen.

2020 unterstützte der Zonta Club Wismar erstmals die Weihnachtspäckchenaktion des CHW. Jedes Jahr rollen rund 3500 Weihnachtspakete von Wismar nach Albanien, gefüllt mit Schulmaterial, Hygieneartikeln und natürlich auch Spielzeug für die Kinder in verschiedenen Bergdörfern. Gut 2000 Pakete packen engagierte Menschen in ganz Deutschland selbst nach genauen Vorgaben und liefern sie zu Sammelstellen, von dort aus werden die Pakete abgeholt. Weitere 1500 Pakete packen die Ehrenamtlerinnen und Helfer des CHW dank entsprechender Spenden aus ganz Deutschland selbst;

Die Schulmaterialien in jedem Paket sind eine Hilfe für die ganze Familie. Die Lebenshaltungskosten Albanien sind kaum niedriger als in Deutschland, obwohl die Menschen weit weniger Geld zur Verfügung haben. Frieder Weinhold berichtet, dass sich die Situation durch die Corona-Pandemie noch verschlimmert hat. Oft arbeiten die Männer aus den armen Regionen im benachbarten Ausland als Tagelöhner; nun ist dort keine Arbeit mehr zu finden, die Männer können kein Geld schicken und oftmals durch die Reisebeschränkungen nicht mehr zurück nach Hause. Unter diesen Umständen ist das Geld mehr als knapp. Hefte, Stifte und ähnliche Schulmaterialien werden zum Luxusgut.

Von der Spende der Wismarer Zontians werden 30 Pakete extra für Mädchen gepackt. Frieder Weinhold: “Unsere Helfer verteilen die Päckchen dann Anfang Dezember an Schulklassen in verschiedenen Bergdörfern im Osten Albaniens.”

Text und Foto: Nicole Hollatz, Wismar

 

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