Bürgermeister Eduart Kapri unterzeichnet den Kooperationsvertrag mit der Diakonia Albania, wichtig für die Weiterentwicklung unseres Internatsprojekts

Städtepartnerschaft zwischen Wismar und Pogradec beschlossen

Nach langer Vorlaufzeit steht es fest: Wismar und Pogradec schließen eine Städtepartnerschaft. Es ist die erste zwischen einer deutschen und einer albanischen Stadt überhaupt.

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Am 28. Februar 2019 hat die Wismarer Bürgerschaft der ­Aufnahme einer offiziellen Städtepartnerschaft mit Pogradec in Albanien zu­gestimmt. Der Pogradecer Stadtrat hatte bereits letztes Jahr einen entsprechenden Beschluss gefasst. Wann, wo und wie der formale Akt gefeiert wird, steht noch nicht fest. Die Zusammenarbeit soll sich insbesondere auf die Bereiche Kultur, Wirtschaft, Tourismus und Entwicklungszusammenarbeit erstrecken.

In den letzten Jahren hatten sich gute Beziehungen zwischen der Hansestadt Wismar und Pogradec am Ohridsee entwickelt – z. B. durch offizielle Besuche, ein Verwaltungspraktikum und ein ausgemustertes städtisches Feuerwehrfahrzeug, das seit 2016 in Pogradec Dienst tut. Zuletzt war Bürgermeister Thomas Beyer im Oktober 2018 in Pogradec.

Bürgermeister Eduart Kapri unterzeichnet den Kooperationsvertrag mit der Diakonia Albania, wichtig für die Weiterentwicklung unseres Internatsprojekts
Bürgermeister Eduart Kapri unterzeichnet den Kooperationsvertrag mit der Diakonia Albania, wichtig für die Weiterentwicklung unseres Internatsprojekts
Seit 2016 ist ein ausgemustertes Feuerwehrfahrzeug aus Wismar in Pogradec im Einsatz
Seit 2016 ist ein ausgemustertes Feuerwehrfahrzeug aus Wismar in Pogradec im Einsatz

Interesse der Hansestadt Wismar

Die Hansestadt Wismar unterhält seit mehr als 50 Jahren Städtepartnerschaften zu den Städten Aalborg in Dänemark, Kemi in Finnland und Calais in Frankreich. Seit 1987 besteht zudem eine unter den besonderen Bedingungen der Teilung Deutschlands entstandene Partnerschaft zur Hansestadt Lübeck. 2002 wurde eine Städtepartnerschaft mit Kalmar in Schweden begründet.

In den vergangenen Jahren trafen wiederholt Anfragen von Städten aus aller Welt ein, auch aus Asien und Südamerika. Die Hansestadt hat auf solche Anfragen bislang zurückhaltend reagiert, möchte die weltweit enger werdende politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit jedoch mit eigenen Aktivitäten begleiten. Auch erscheint es sinnvoll, die europäische Integration durch Zusammenarbeit mit einer Stadt zu fördern, die in einem Land liegt, welches längerfristig Mitglied der Europäischen Union werden könnte und zugleich im sogenannten Globalen Süden liegt.

Diese Voraussetzungen erfüllt Pogradec in Albanien. Zu Pogradec gibt es schon seit 1991 intensive Kontakte, bislang überwiegend über den Christlichen Hilfsverein Wismar e.V., der Hilfslieferungen nach Pogradec und insbesondere in die kürzlich nach Pogradec eingemeindeten, umliegenden Bergdörfer organisiert und durchführt.

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