Aktueller Planungsstand für das neue Zentrum in Bishnica

Nach vorne geschaut

10 Jahre Diakonia Albania: Im CHW Albanienheft 2022 blickt Frieder Weinhold auf die Perspektiven für die Weiterentwicklung der Arbeit.

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Ausbau der Diakonia Albania

Seit Gründung der Diakonia Albania (DA) vor 10 Jahren haben wir, ausgehend von der Arbeit in Bishnica, Hilfsprojekte für Menschen in verschiedenen Regionen Albaniens durchgeführt. Parallel dazu habe ich immer großen Wert auf die Schaffung von Strukturen gelegt, die weitere und größere Projekte ermöglichen. Ziel ist, die DA zu einem sozialen Dienstleister auszubauen, einem Kooperationspartner für Kommunen und Kirchen­gemeinden, ähnlich dem Diakonischen Werk in Deutschland.

Darum suchen wir intensiv nach Partnern, die den Aufbau der DA und des CHW unterstützen – organisatorisch wie finanziell. Wir werden uns weiterhin um Fördergelder für einzelne Projekte bemühen. Wir suchen aber auch Unternehmen, Kirchengemeinden und andere Organisationen in Albanien und Deutschland, die sich mit ihren Möglichkeiten an der Hilfe für Menschen in Albanien beteiligen.

Dabei geht es nicht nur um Zukunftsperspektiven: Seit Längerem müssen wir auf albanischer Seite mit zu wenigen Mitarbeitern auskommen, was Einzelne überfordert. Auch dafür brauchen dringend eine breitere finanzielle Basis.

Neubauprojekt in Bishnica

Unsere Wurzeln liegen in den Bergdörfern rund um Bishnica, und hier ist ein Neubau für das Internat unbedingt nötig. Glücklicherweise sind wir mit den Planungen mittlerweile gut vorangekommen: Gemeinsam mit Architekten, Sozialarbeitern und Pädagogen haben wir ein inhaltliches und räumliches Konzept für das neue Zentrum entwickelt. Wenn alles gut geht, können wir 2023 mit dem ersten Bauabschnitt beginnen.

Für die inhaltliche Seite mussten wir erst einmal albanische Gesetze übersetzen und studieren. So wurde aus dem ursprünglich angedachten Internatsneubau ein multifunktionales Zentrum. Hier wird Beratung stattfinden; es können neben den Internatskindern auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Notlagen untergebracht werden; es wird Räume zur vorübergehenden Unterbringung sozialer Notfälle geben, die jede albanische Kommune vorhalten muss. Nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts werden auch Einsatzteams, Schulklassen oder Gästegruppen aus Kirchengemeinden Aufnahme finden. Es wird Wohnraum für Sozialarbeiter geben; EG und UG werden behindertengerecht gestaltet.

Das Projekt findet großes Interesse bei der Stadtverwaltung von Pogradec und wird das Dorf Bishnica enorm aufwerten. Von kommunaler Seite gibt es bereits Ideen, wie die Region touristisch erschlossen werden kann (z.B. Wanderweg, Ausbau der Zufahrtsstraße). Daher hat die Kommune den Wunsch geäußert, mit Büros in unserem Zentrum vertreten zu sein. Wir werden dem gerne nachkommen; auf diese Weise wird die Verwurzelung unserer Arbeit in der albanischen Gesellschaft nach außen sichtbar.

Bishnica, das vergessene Dorf, wird nach vielen Jahren mit kleineren Schritten zu einem Zentrum.

Mitarbeiter und Fahrzeuge

Wesentliches Element einer guten Arbeitsstruktur sind gute Mitarbeiter. Die brauchen aber auch gute Arbeitsbedingungen. Wir benötigen immer noch dringend einen neueren PKW und solide Geländewagen – trotz mehrerer Aufrufe haben wir bisher keine Lösung für die Mobilität unserer Mitarbeiter gefunden. Früher konnten wir gut erhaltene ältere Fahrzeuge einsetzen; inzwischen dürfen nur noch Fahrzeuge bis zu einem Alter von 10 Jahren nach Albanien eingeführt werden. Bitte helfen Sie uns mit geeigneten Gebrauchtfahrzeugen bzw. mit Geldspenden.

Parallel dazu investieren wir kontinuierlich in die Weiterbildung unserer Mitarbeiterschaft. Für 2022 ist ein Seminar zur Teamentwicklung mit Dr. Michael Wetzel, einem albanischen Manager und mir selbst geplant. Im Oktober wird Pädagoge Hermann Kircher unsere Internatsmitarbeiter begleiten; das Projekt wird vom SES (Senior Expert Service) gefördert.

Last but not least: Ich werde meine Erfahrung und meine Kontakte in Deutschland wie in Albanien noch lange in die Arbeit einbringen.

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